Als Jochen Schneider beim FC Schalke 04 den Posten des Sportvorstands gerade übernommen hatte, stand er vor einer schwierigen Entscheidung: Sollte er Trainer Domenico Tedesco feuern oder nicht? Nach der 0:7-Klatsche bei Manchester City sprach er Tedesco zunächst das Vertrauen aus, um ihn wenige Stunden später doch vor die Tür zu setzen. Er begründete dies im März 2019 mit zwei Sätzen: "Die Stimmung war in allen Bereichen so niedergeschlagen, dass ich das Gefühl bekam, wir müssen sofort handeln." Und zweitens: "Wir sind zu der Erkenntnis gekommen, dass eine Trendwende in der aktuellen personellen Konstellation nicht mehr möglich ist." Zwei Argumente, die auch auf die aktuelle Situation zutreffen - nach zweieinhalb Wochen in der Sommervorbereitung zur Saison 2020/21.