Diesen Morgen auf der Schalker Geschäftsstelle wird Peter Peters niemals vergessen – er zeigte das ganze Drama, in dem sich der Verein inzwischen beim Umgang mit seiner wichtigsten Persönlichkeit der vergangenen Jahre befand. Rudi Assauer hatte seine Personalakte in der Hand, in der sich sein künftiger Vertrag auf Schalke befand, der von allen Seiten bereits unterschrieben worden war. Der Klub wollte ihn vom Manager zum bezahlten Präsidenten machen, um damit auch seine großen Verdienste zu würdigen. Assauer tobte: „Das habe ich nie unterschrieben“.

Im Frühjahr 2006 hatte sich die Lage um den großen Schalke-Patron weiter zugespitzt. Nachdem Assauer bereits das Scheitern der Trainer Jupp Heynckes (2004) und Ralf Rangnick (2005) mit zu verantworten hatte, gab er auch bei der Vorstellung des Nächsten keine glückliche Figur ab: „Auf den wäre ich nie gekommen“, sagte Assauer über Mirko Slomka, den Andreas Müller vom Assistenz- zum Cheftrainer befördert hatte. Müller war damals noch nicht der Manager von Schalke, sondern nur ein Sportlicher Leiter. Der Boss war nach wie vor Assauer, aber im Frühjahr 2006 entschied der Aufsichtsrat: „So kann es nicht weitergehen.“