Es ist der Raum Glückauf in der Schalker Geschäftsstelle, in dem Jens Buchta (57) diese Redaktion zu seinem ersten Interview als Aufsichtsrats-Chef empfängt, und Glück kann der Nachfolger von Clemens Tönnies wahrlich gebrauchen. Schalke 04 muss wieder aufgerichtet werden, sportlich wie finanziell. Als „Sanierer“ sieht sich der Wirtschaftsjurist und Partner einer Kanzlei in Düsseldorf nicht, diesen Begriff empfindet er als „zu hart“. Buchta war bisher Stellvertreter von Tönnies im Schalker Aufsichtsrat, hier stellt er seine Pläne als Vorsitzender vor.

Herr Buchta, wenn man sich auf Schalke umhört, dann erfährt man nichts Schlechtes über sie. Haben Sie keine Kritiker im Verein?

Jens Buchta: Das freut mich zu hören, es wäre ja unschön, wenn Sie die genau gegenteilige Erfahrung gemacht hätten. Aber ich denke schon, dass es sicherlich auch Kritiker gibt. Man kann es ohnehin nicht allen recht machen.