Wer Suat Serdar vor einem Jahr erlebt hat, der wusste, dass der frühere Mainzer nicht zum Reden nach Schalke gekommen war. Man sah einen etwas schüchternen jungen Mann, dem zum Beispiel Interviews immer ein wenig unangenehm schienen. Bei manchen Fragen wurde er sogar ein bisschen rot im Gesicht. Nein, dieser Suat Serdar war keiner, der mit damals 21 Jahren unbedingt im Mittelpunkt stehen musste. Er kam eher höflich, zurückhaltend und bescheiden daher.
An sich sind das ja nun positive Charakterzüge, wenn sich einer im heutzutage durchgeknallten Bundesliga-Business seine Natürlichkeit bewahrt hat. Das Problem war nur: Suat Serdar hat anfangs auch so zurückhaltend gespielt, wie er sich gegeben hat. Immer etwas zaghaft, manchmal wirkte er gehemmt. Man hätte dem Mittelfeldspieler auf dem Platz gerne ein Stück mehr Temperament gewünscht, um sein zweifellos vorhandenes Potenzial abzurufen.





