Nein, hier folgt nun keine Einordnung der 0:7-Niederlage des FC Schalke 04 vom Dienstagabend bei Manchester City und des Ausscheidens im Achtelfinale der Champions League. Obwohl es klar ist, dass der klassische Fan der Königsblauen in diesen Tagen, Wochen und vielleicht auch schon Monaten trauert und vielleicht sogar ernsthaft um den Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga zittert.

Also kommt jetzt was zu eben jener Fußball-Bundesliga, ein erneuter Hinweis darauf, dass das Team von Trainer Domenico Tedesco bei nur noch vier Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz doch endlich den Ernst der Lage erkennen muss? Auch das nicht.

Basketballer tragen ihre Heimspiele auswärts in Oberhausen aus

Hier kommt jetzt etwas, das bei einem erfolgreichen Abschneiden der Schalker Fußballer wahrscheinlich gar nicht so wichtig wäre, was aber die Nicht-Fußballer des FC Schalke 04 gerade in einer so sehr enttäuschenden Phase noch mehr rätseln lässt.

Und zwar deshalb: Die Basketballer, die in der Pro-A-Liga inzwischen ja ein echter Zweitligist sind, müssen ihre Heimspiele auswärts fernab in Oberhausen austragen, weil es in Gelsenkirchen keine Sporthalle gibt, die den Anforderungen der 2. Bundesliga Pro A genügt, und sich finanziell enorm strecken. Wer weiß, ob die königsblauen Basketballer in der Saison 2019/20 überhaupt Pro-A-Basketballer bleiben werden?

Schürenkamp-Halle hat von ihrem nicht vorhandenen Charme nichts verloren

Die Handballer, inzwischen ja Ober- und somit Viertligist, dürfen immerhin in Gelsenkirchen spielen – allerdings in der Schürenkamp-Halle, die in all den vielen Jahren von ihrem nicht vorhandenen Charme auch trotz einiger Verbesserungen nichts verloren hat. „Was ist das denn hier?“, fragte erst noch am Samstag ein Bielefelder bei seinem ersten Besuch der Sportstätte an der Grenzstraße.

Also stellt sich nicht nur für die Basketballer und Handballer sowie deren Verantwortliche die Frage: Warum dürfen die Fußballer so viel Geld verplempern, und das auch noch für Dinge beziehungsweise Spieler, die sie überhaupt nicht gebrauchen können?

Sebastian Rudy kostet Schalke gut 30 Millionen Euro

Nehmen wir nur ein aktuelles Beispiel: Sebastian Rudy. Der wird in knapp vier Jahren dank seiner Ablösesumme und seines Gehaltes gut 30 Millionen Euro kosten. Dreißig, wohlgemerkt.

Was nun kommt, ist jedem klar. Nämlich diese Frage, Finanzchef Peter Peters, und die auch nicht zum ersten Mal: Warum macht der FC Schalke 04 seinen Basketballern und Handballern nicht mal eine große Freude und damit vielleicht auch vielen, vielen anderen in dieser Stadt? Das Ding könnte ja ruhig Sebastian-Rudy-Halle heißen.