Rot-Weiss Essen

Fans von Rot-Weiss Essen randalieren in Münster: Verletzte und Festnahmen

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Fan-Chaoten von Rot-Weiss Essen zünden beim Spiel in Münster Pyrotechnik.

Fan-Chaoten von Rot-Weiss Essen zünden beim Spiel in Münster Pyrotechnik.

Foto: dpa

Münster.  Nach dem Regionalliga-Spitzenspiel zwischen Preußen Münster und Rot-Weiss Essen (2:3) kam es zu Ausschreitungen. Mehrere Fans wurden verletzt.

Im Anschluss an die Begegnung in der Regionalliga West zwischen Preußen Münster und Rot-Weiss Essen (2:3) kam es auf den Rängen des Preußenstadions zu skandalösen Szenen. Mehrere Fans der Gäste aus Essen durchbrachen einen Sicherheitszaun und gingen auf Anhänger der Gastgeber los. Zuvor soll es Provokationen von Seiten der Preußen-Fans gegeben haben.

Wie Preußen Münster berichtet, kam es bei der handfesten Auseinandersetzung zu Verletzten und "nach aktuellen Erkenntnissen zahlreiche Festnahmen auf Essener Seite." In mehreren Videos, die dieser Redaktion vorliegen, ist klar zu erkennen, wie Essener Fans mit rund 50 Anhängern eine Sicherheitszone durchbrechen und in Richtung der Preußen-Fans laufen, die zum großen Teil daraufhin die Flucht ergreifen. Nicht alle von ihnen blieben unversehrt.

Nach Polizeiangaben wurden etwa 30 Menschen verletzt, unter ihnen auch Ordner von Preußen Münster. Zwei Personen mussten notärztlich behandelt werden, darunter ein Rentner.

Konsequenzen für beide Klubs wird der Einsatz von Pyrotechnik haben. Aufgrund der Eintragung im Spielbericht des Schiedsrichters Timo Gansloweit (Dortmund) ist bereits ein Verfahren gegen beide Vereine beim Sportgericht des Westdeutschen Fußballverbandes (WDFV) eingeleitet. Dies bestätigte der Verband am Mittwoch auf Anfrage.

Münsters Pressesprecher über RWE-Randale: "Hat mit Fußball nichts zu tun"

Münsters Pressesprecher Marcel Weskamp sagte auf der Pressekonferenz nach dem Spiel: "Wir müssen leider über unschöne Sachen sprechen. Eine ziemlich große Zahl von RWE-Fans haben Tore durchbrochen und Jagd auf Preußen-Fans gemacht. Das hat nichts mit Fußball zu tun und ist wirklich unerklärlich."

Insgesamt 7500 Zuschauer waren am Dienstagabend im Preußenstadion, um sich das Spitzenspiel der Regionalliga anzuschauen - aufgrund der geltenden Corona-Vorschriften war mehr nicht möglich. Schon im Vorverkauf war die Partei komplett ausverkauft. Und auch schon während der Begegnung ging es heiß her - allerdings sportlich. Nach 0:2-Pausenrückstand drehten die Essener von Trainer Christian Neidhart das Spiel tatsächlich noch und siegten mit 3:2- Der Eingewechselte Stürmer Simon Engelmann schoss wenige Minuten vor dem Abpfiff den entscheidenden Treffer.

Nach Angaben der Polizei verlief der Einsatz „atypisch“. Zwar musste die Partie knapp zwei Minuten wegen des Abbrennens von Pyrotechnik unterbrochen werden, das Spiel sei aber ansonsten friedlich abgelaufen. Zu den Ausschreitungen kam es nach Schlusspfiff, als zwei Tore von Essener Fans durchbrochen wurden. Es gab zunächst zwei Festnahmen wegen gefährlicher Körperverletzung und Landfriedensbruchs, weitere Ermittlungen wegen Widerstand und Sachbeschädigung sind eingeleitet. (fs)

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