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Gladbachs Kramer: "Die Tabelle ist mir unfassbar scheißegal"

Fünf Gegentore, Gelb gesehen: Christoph Kramer von Borussia Mönchengladbach wird den Samstag schnell vergessen.

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Fünf Gegentore, Gelb gesehen: Christoph Kramer von Borussia Mönchengladbach wird den Samstag schnell vergessen. Foto: dpa

Mönchengladbach.  Hoffnungen auf eine Rückkehr in den Europapokal hat Mönchengladbachs Christoph Kramer nach dem 1:5 beim FC Bayern nicht mehr. Ein Interview.

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Nach der 1:5-Pleite in der Münchener Arena stand Christoph Kramer bedröppelt in der Mixed Zone. Das Gesicht zeigte sich blass, die Händen schienen trotzig in den Taschen der schwarzen Trainingshose festgewachsen. Auch Gladbachs Weltmeister darf schlechte Laune haben nach 70 miesen Minuten bei den Meister-Bayern.

Ist Europa mit sechs Punkten Rückstand Platz sieben und nur noch vier Spielen abgehakt?

Christoph Kramer: Europa war schon vor dem Bayern-Spiel abgehakt. Die Tabelle ist mir im Moment unfassbar scheißegal. In der Bundesliga holst Du keine Punkte nach Plan. Das Ziel ist nun schlicht, die letzten vier Spiele zu gewinnen.

Um die Stimmung etwas zu heben: Wie haben sich die ersten 20 Spielminuten angefühlt?

Kramer: Sehr gut, da haben wir die Bayern von unserem Tor weggehalten und geführt. Man muss aber mit aller Macht verteidigen. Und man muss weiter Fußball spielen. Beides haben wir dann nicht mehr gemacht.

Warum ist Ballbesitz gegen Bayern so wichtig?

Kramer: Weil sie es nicht gewohnt sind, hinterherzulaufen. Wir hatten drei oder vier vielversprechende Situationen, waren da nicht clever genug. Offensiv muss man Zeichen setzen. Das haben wir nur in der Anfangsphase geschafft.

Ist Gladbach einfach auch der Mut ausgegangen?

Kramer: Nein, das ist Quatsch. Wenn man verliert, klar verliert, dann schiebt man gern emotionale Dinge nach vorn. Aber die Kunst ist doch, die Bayern-Wellen, die ab der 25. Minute dann gekommen sind, nicht ausufern zu lassen.

Wie sehr hat Kapitän Lars Stindl als beweglicher Spieler mit Übersicht gefehlt?

Kramer: Natürlich war das ein Faktor. Dennoch haben wir 20 Minuten gezeigt, dass wir auch ohne ihn bei Bayern bestehen können. Josip Drmic hat mit seinem Tor ja früh ein positives Zeichen gesetzt. Es hat mich für ihn sehr gefreut. Es ist eine große Leistung, nach zwei Jahren fast nur im Kraftraum zurückzukommen und bei den Bayern zu treffen.

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