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Gladbachs Ginter: Können Aubameyang nur gemeinsam stoppen

Matthias Ginter wechselte im Sommer von Borussia Dortmund zu Borussia Mönchengladbach.

Matthias Ginter wechselte im Sommer von Borussia Dortmund zu Borussia Mönchengladbach.

Foto: Getty

Mönchengladbach.   Der Gladbacher Matthias Ginter trifft Samstag auf seinen Ex-Klub Borussia Dortmund. Wie ein Sieg gelingen kann, weiß er schon.

Die Frage nach seiner Jubelvariante an alter Wirkungsstätte hatte Matthias Ginter erwartet. Gladbachs Innenverteidiger grinst. Und zwar so, als würde er sich gerade tatsächlich vorstellen, wie es wohl sei, so ein eigener Treffer am Samstag (18.30 Uhr/Sky) beim Bundesliga-Duell der Borussen in Dortmund. „Ich freue mich dann vermutlich eher innerlich – wenn ich denn überhaupt einen Treffer erziele“, sagt Ginter.

Seine Skepsis ist berechtigt. Das letzte Erfolgserlebnis vor der schwarz-gelben Wand aus 25 000 Dortmunder Fußballfreunden ist lange her. Am 8. November 2015 traf der Weltmeister für den BVB gegen Schalke 04 beim 3:2 per Kopf. Es war einer von nur vier Treffern, die Ginter in 101 Pflichtspielen im Dortmunder Dress beisteuerte. Irgendwie flog der Blondschopf beim BVB nicht nur in der öffentlichen Wahrnehmung stets unter dem Radar. Deshalb war er im Sommer nach drei Spielzeiten nach Mönchengladbach gewechselt.

Alleine kaum zu stoppen

Samstag wartet auf Ginter die bislang härteste Probe als Gladbacher. Sein Vorgänger im Abwehrzentrum, der zum FC Chelsea zurückgekehrte Däne Andreas Christensen, hatte stets Pierre-Emerick Aubameyang als „schwierigsten Gegenspieler in der Bundesliga überhaupt“ bezeichnet. „Da kann ich nicht widersprechen“, sagt Ginter, „wir können Auba nur gemeinsam stoppen. Allein werde ich das nicht schaffen.“

Zu einer Gladbacher Überraschung bei den seit 40 Bundesliga-Heimspielen ungeschlagenen Dortmundern braucht es Offensivdrang. Das sagt auch Ginter: „Wir sollten nicht so träge spielen wie in der ersten Halbzeit gegen Stuttgart, dann ist vielleicht etwas möglich für uns.“ Vor allem das 2:2 in Leipzig am vergangenen Samstag macht dem 23-Jährigen Mut: „Da haben wir gezeigt, dass wir auch gegen den Vizemeister mithalten und sogar gewinnen können.“

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