Allein die Namen. Mbappé. Griezmann. Benzema. Pogba. Kanté. Frankreich stellt auch bei der Europameisterschaft wieder Weltklasse auf den Rasen, Nationaltrainer Didier Deschamps verfügt über ein beeindruckendes Ensemble. Während der Weltmeister mit Recht als Top-Favorit des Turniers gilt, gibt es gute Gründe dafür, Deutschland diesmal nur zum Kreis mehrerer ambitionierter Anwärter in der zweiten Reihe zu zählen. Denn seit dem peinlichen WM-K.o. vor drei Jahren ist zu viel passiert, über das sich nicht gnädig hinwegsehen lässt. Die deutsche Nationalmannschaft und ihr scheidender Trainer haben sich die Skepsis, die sie derzeit begleitet, redlich verdient.
Nicht nur diese Ausgangslage ist neu. Auch das Losglück hat die Deutschen verlassen. Wer in der Vorrunde auf Weltmeister Frankreich und Europameister Portugal trifft, muss von der ersten Minute an liefern. So eine Härteprüfung zum Auftakt erhöht den Druck, keine Frage. Aber sie schärft auch die Sinne, sie erlaubt keinen Leichtsinn und keine Arroganz wie 2018, als der WM-Start gegen Mexiko mit 0:1 in die Hose ging.


