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BVB bestätigt den Wechsel von Mario Götze zu Bayern München

Mario Götze wird vom BVB zu Bayern München wechseln.

Mario Götze wird vom BVB zu Bayern München wechseln.

Foto: Reuters

Dortmund.  Jetzt ist es fix: Borussia Dortmund hat in einer Mitteilung den Transfer von Mario Götze zu Bayern München nun auch offiziell bestätigt. Damit verliert der BVB das vielleicht größte Juwel im deutschen Fußball. Und Bayern München schwächt mit dem BVB seinen größten Konkurrenten in der Fußball-Bundesliga.

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Borussia Dortmund hat in einer Pressemitteilung am Dienstagmorgen offiziell den Wechsel von Mario Götze zu Bayern München bekannt gegeben. Der BVB-Star wird den Revier-Club nach der laufenden Bundesliga-Saison verlassen. Das hätten Götze und sein Berater Struth vor einigen Tagen Borussia Dortmund mitgeteilt. „Wir sind natürlich über alle Maßen enttäuscht, betonen aber, dass sich sowohl Mario als auch sein Berater absolut vertragskonform verhalten haben“, sagt BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke.

Trainer Klopp und Sportdirektor Zorc bitten in der Mitteilung alle BVB-Fans darum, Mario Götze "bedingungslos" in den letzten Spielen für den Revier-Club zu unterstützen - vor allem im Champions-League-Halbfinale gegen Real Madrid. Der letzte Satz der Pressemitteilung des BVB deutet allerdings daraufhin, dass die Dortmunder Offiziellen mit Blick in den Süden der Republik mächtig angefressen sind: "Vom FC Bayern München hat sich bis zum heutigen Tag in dieser Angelegenheit kein Offizieller bei Borussia Dortmund gemeldet."

Am Vormittag zog dann der FC Bayern München zumindest der Öffentlichkeit gegenüber nach und bestätigte, dass sich der Klub mit Götze auf einen Vertrag ab dem 1. Juli 2013 geeinigt habe. Darüber hinaus will der FC Bayern die zwischen Borussia Dortmund und dem Spieler vereinbarte Ausstiegsklausel erfüllen. "Aus Rücksicht auf das anstehende Halbfinalspiel in der Uefa Champions League zwischen Dortmund und Real Madrid wollte der FC Bayern München dies erst nach dieser Begegnung gegenüber dem BVB anzeigen", heißt es weiter in der Mitteilung.

Festgeschriebene Ablösesumme über 37 Millionen Euro für Götze

Vor dem Haus der Familie Götze im Dortmunder Süden, wo der Mercedes-Sportwagen von Sohn Mario parkte, war es am Morgen ruhig. Idyllisch ruhig. Auf der Geschäftsstelle von Borussia Dortmund, nur wenige Kilometer weiter, war es dagegen alles andere als ruhig. Und das hatte nicht nur mit dem anstehenden Champions-League-Halbfinale am Mittwochabend gegen Real Madrid zu tun. Hektisch wurde die Erklärung zum Thema Mario Götze vorbereitet am Morgen. Offiziell äußern wollte sich vorher aber noch niemand.

Zuvor war eine mediale Bombe eingeschlagen: Mario Götze, so hatte die Bild-Zeitung berichtet, wechselt im Sommer vom BVB zum FC Bayern München. Bei der Vertragsverlängerung bis 2016 hatte sich der Mittelfeldspieler eine Klausel in den Vertrag schreiben lassen, die ihm einen vorzeitigen Vereinswechsel ermöglicht, falls ein Klub 37 Millionen Euro auf den Tisch legt.

BVB-Star Götze als Begrüßungsgeschenk für Guardiola bei Bayern

Die BVB-Verantwortlichen betonten immer wieder, dass Götze ohne diese Klausel den Vertrag nicht vorzeitig verlängert hätte. Und jetzt sind die Bayern bereit, die Summe zu bezahlen und ihrem neuen Trainer Pep Guardiola ein ganz besonderes Begrüßungsgeschenk zu präsentieren. Götze, der Dortmunder mit Wurzeln im Allgäu und der schon als Kind in Bayern-Bettwäsche schlief, hatte noch im Januar gesagt, dass er sich durchaus vorstellen könne, seine Karriere beim BVB zu verbringen. „Ich lebe in Dortmund meinen Traum.“

Allerdings schränkte er ein: „Ob es so kommt, wird die Zukunft zeigen.“ Und die Zukunft liegt bei den Bayern in München. Dort soll Guardiola eine neue Ära begründen. Und Götze will, mit sicherlich noch mal erheblich aufgestocktem Gehalt, von Anfang an dabei sein. Für die Bayern macht sich der Transfer des deutschen Nationalspielers doppelt bezahlt.

Bayern München schwächt den größten Konkurrenten in der Bundesliga

Sie bekommen mit dem 20-jährigen Mittelfeldmann einen herausragenden Spieler und schwächen gleichzeitig den ärgsten nationalen Konkurrenten Borussia Dortmund. Zudem haben sie noch BVB-Torjäger Robert Lewandowski im Visier. Statt spanischer Verhältnisse mit zwei übermächtigen Klubs in der Bundesliga, die Bayern-Präsident Uli Hoeneß befürchtet hatte, drohen doch eher schottische Verhältnisse, wie BVB-Trainer Jürgen Klopp gerade geunkt hat. Dort schwebt ein Klub über allen anderen.

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