Nein, so will Edin Terzic das nicht stehenlassen: „Man darf Union Berlin nicht auf die Defensive reduzieren“, sagt der Trainer von Borussia Dortmund, bevor er mit seiner Mannschaft am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) in Köpenick antritt. „Sie haben auch 16 Tore geschossen – und du brauchst ja Tore, um Erster zu sein.“ Das nämlich ist die recht einfache Faustregel in der Bundesliga: Wer keine Tore kassiert, steigt vermutlich nicht ab. Wer viele Tore schießt, findet sich vermutlich weit oben in der Tabelle wieder.

Union Berlin gelingt beides ziemlich gut aktuell: Nur sechs Gegentore sind Ligabestwert, und nur zwei Mannschaften haben mehr als die 16 Treffer des Tabellenführers erzielt. Der BVB zählt nicht dazu. Er hat bislang zwölf Gegentore, was für seine Verhältnisse ein respektabler Wert ist. Aber er hat auch erst 13 eigene Treffer erzielt, was für die gewöhnlich offensivstarken Dortmunder sehr wenig ist. 25 Tore waren es zum gleichen Zeitpunkt der Vorsaison.