Uli Hoeneß also, wieder einmal. Er kann es nicht lassen, auch im vermeintlichen Ruhestand. Er sagt, was er denkt, er sagt es weiterhin öffentlich – okay. Aber: Er mischt sich auch ein. Und zwar auf eine Art, die er sich selbst früher verbeten hätte. Als Ehrenpräsident des FC Bayern die Transferpolitik von dessen erstem Verfolger Borussia Dortmund zu verurteilen, ist einfach stillos.

Beim BVB, behauptet Hoeneß im Interview mit der FAZ, würden Spieler als „Verkaufsobjekte“ gesehen. Während ihnen in München das Gefühl vermittelt werde, „Bayern forever“ zu sein, schaue man in Dortmund zu sehr auf den möglichen Profit durch zukünftige Transfer-Einnahmen. Dadurch sei der BVB „ein Verkaufsklub“, und das würde im Titelrennen die letzten Prozentpunkte kosten.