Rekordnationalspieler Lothar Matthäus sah nach der 1:4 (1:2)-Blamage der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Japan keine Zukunft für seinen Freund Hansi Flick als Bundestrainer. „In den letzten Monaten standen beim DFB nicht mehr viele hinter Hansi. Ob man ihn jetzt noch halten kann, bezweifle ich“, sagte der RTL-Experte in Wolfsburg.

Damit lag Matthäus richtig. Bundestrainer Hansi Flick ist einen Tag nach der 1:4-Blamage gegen Japan entlassen worden. Gegen Frankreich wird Rudi Völler auf der Bank sitzen, allerdings nur für ein Spiel. Gemeinsam mit Sandro Wagner und Hannes Wolf. Ein fester Nachfolger wird gesucht.
Lothar Matthäus möchte nicht Bundestrainer werden
Er steht aber nicht als möglicher Nachfolger für Bundestrainer Flick zur Verfügung. „Ich bin lange weg. Meine Lebensplanung ist ganz anders, sowohl privat als auch beruflich. Der Posten ist nicht unbedingt das, was ich mir vorstelle“, sagte der 62-Jährige am Sonntag dem TV-Sender „Bild“. Er fühle sich derzeit „pudelwohl“ und wolle vor allem Zeit mit seinem neunjährigen Sohn verbringen, fügte Matthäus hinzu.
Ohne Freude, ohne Selbstvertrauen
Zuvor hatte er die deutsche Auswahl in seiner ersten Analyse nach dem Schlusspfiff als "einfallslos" bezeichnet und dass sie keine Einheit sei. "Sie hat ohne Begeisterung gespielt, ohne Freude, ohne Selbstvertrauen." Matthäus schloss seine Analyse mit den Worten: "Wir sind ganz weit weg von oben, wo wir hingehören."
Die deutschen Bundestrainer seit 1926










































Flick selbst verteidigte seinen Weg. „Ich finde, wir machen das gut und ich bin der richtige Trainer“, sagte er bei RTL. Doch statt des erhofften Aufbruchs in Richtung Heim-EM gab es einen erneuten Zusammenbruch, die Treuebekundungen der Bosse sind nun nichts mehr wert. Das schwant auch Flick. „Ich weiß, dass im Profifußball sehr viel Dynamik drin ist. Ich kann nicht absehen, was ansonsten noch kommt.“
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