Niklas Süle war überhaupt nicht gut gelaunt, als er am Freitagabend den Rasen des Hamburger Volksparkstadions verließ. Kein Wunder, soeben hatte er mit der deutschen Nationalmannschaft gegen die Niederlande 2:4 verloren und damit im vierten EM-Qualifikationsspiel den ersten Rückschlag hinnehmen müssen. Und ebenso wie die Niederlage ärgerte ihn die Art und Weise des Zustandekommens: „Es kann nicht unser Anspruch sein, bei einem Heimspiel so wenig Ballbesitz zu haben“, schimpfte der Abwehrchef.
Tatsächlich hatte sich die deutsche Mannschaft weit zurückgezogen, dem Gegner Ball und Raum überlassen und auf Ballgewinne und überfallartige Konter durch die pfeilschnellen Offensivkräfte Serge Gnabry, Marco Reus und Timo Werner gesetzt. Es war eine Herangehensweise, die zur Halbzeit aufzugehen schien, das DFB-Team führte durch Gnabrys Abstauber 1:0 (9.).


