Heute ist Feierabend. An diesem Dienstag hört Andreas Rettig als Geschäftsführer des Fußball-Zweitligisten FC St. Pauli auf, die Gründe sind privat. Der 56-Jährige, früher Manager in Freiburg, Köln und Augsburg, hat sich im Laufe der Jahre den Ruf des kritischen Mahners erarbeitet, als Kämpfer für die Interessen der kleineren Profiklubs hat er sich nicht immer und überall beliebt gemacht. Irgendwann wird er sicher wieder einsteigen. Vor seiner selbstgewählten Auszeit hat er unsere Sportredaktion besucht.

Herr Rettig, Sie haben sich nie davor gescheut, den Mächtigen auf die Füße zu treten. Sind Sie das schlechte Gewissen des deutschen Profifußballs?