Vor drei Jahren verließ Thomas Ouwejan den FC Schalke 04 und wechselte zu NEC Nijmegen. Nun kehrte der Linksverteidiger für ein Testspiel gegen den MSV Duisburg ins Ruhrgebiet zurück – und erzielte beim 2:3 sogar den zwischenzeitlichen 1:2-Anschlusstreffer.

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„Vor allem die erste Halbzeit war nicht gut. Duisburg hat es aber auch ordentlich gemacht“, sagte Ouwejan nach der Partie gegenüber dieser Redaktion. Der Tabellendritte der vergangenen Eredivisie-Saison träumt noch von der Champions League, befindet sich nach elf Neuzugängen und zwölf Abgängen jedoch in einem größeren Umbruch.

„Wir haben wichtige Spieler verloren. Ich bin gespannt auf die Auslosung der Qualifikation. Wir werden alles dafür geben. Natürlich wäre die Champions League etwas Besonderes, aber auch die Europa League wäre schön“, erklärte der 29-Jährige, dessen Vertrag beim NEC noch bis 2027 läuft.

Ouwejan hat Schalke-Zeit nicht vergessen

Zwischen 2021 und 2024 prägte Ouwejan drei Jahre lang die linke Schalker Seite. Gleich in seiner ersten Saison feierte er unter Mike Büskens den Aufstieg in die Bundesliga, ehe unter Thomas Reis der direkte Wiederabstieg folgte.

Die Verbindung zum Traditionsverein ist bis heute geblieben. Direkt nach dem Testspiel schrieb Ouwejan, wie er berichtete, noch in einer gemeinsamen Chatgruppe mit seinen alten Teamkollegen Simon Terodde und Michael Langer.

„Ich verfolge Schalke weiter. Es war eine sehr schöne Zeit. Ich war nach meinem Wechsel auch manchmal im Stadion. Dieses Gefühl geht nicht mehr weg. Die Fans wissen, was ich meine. Ich hoffe, dass ich noch oft vorbeikommen und jetzt wieder ein paar schöne Bundesligaspiele sehen kann“, sagte der einstige Publikumsliebling.

Dem Team von Miron Muslic traut Ouwejan in der neuen Saison den Klassenerhalt zu. „Die Mannschaft ist zusammengeblieben. Ich hoffe, dass sie nicht noch einmal so etwas erleben wie wir damals. Ich glaube, dass Schalke die Klasse halten wird.“

Unterschreibt Emre Mor bei Nijmegen?

Übrigens: Ouwejan könnte schon bald Teamkollege eines ehemaligen Dortmunders werden. Mit Emre Mor kämpft ein einstiger BVB-Flop um eine sportliche Zukunft in Nijmegen.

Für rund zehn Millionen Euro wechselte das frühere Toptalent im Sommer 2016 vom dänischen Erstligisten FC Nordsjælland zu Borussia Dortmund. Unter Trainer Thomas Tuchel kam der damals 19-Jährige, als „türkischer Messi“ mit vielen Vorschusslorbeeren angepriesen, allerdings nur auf drei Kurzeinsätze in der Königsklasse sowie zwölf Bundesligaspiele mit insgesamt 476 Einsatzminuten.

Abschied
Emre Mor hatte seine Zukunft bei Borussia Dortmund schnell verspielt.© kyodo/dpa

Bereits ein Jahr später verkaufte der BVB den Rechtsaußen für rund 13 Millionen Euro an Celta Vigo nach Spanien. Anschließend geriet die Karriere des in Kopenhagen geborenen 15-fachen türkischen Nationalspielers zunehmend ins Stocken. Nach zahlreichen Stationen und Leihen in der Türkei endete Ende Juni auch sein Vertrag bei Fenerbahçe Istanbul.

Seit Anfang Juli trainiert der 28-Jährige nun beim NEC Nijmegen mit und durfte im Test gegen den MSV Duisburg von Beginn an vorspielen. Wirklich glänzen konnte Mor trotz guter Ansätze allerdings selten. Immer wieder wurde er vom starken Duisburger Innenverteidiger Ben Schlicke aus dem Spiel genommen. Trotzdem könnte Mor laut übereinstimmenden niederländischen Medienberichten in Nijmegen schon bald ein Arbeitspapier unterschreiben.