In diesem Stadion hatte Klaus Fischer ganz besondere Momente erlebt. „Wenn es hier voll war, war eine unheimliche Stimmung“, sagte die inzwischen 76 Jahre alte Torjäger-Legende des FC Schalke 04 mit Blick auf die Tribüne der Glückauf-Kampfbahn. Im Rahmen einer Sonderfolge unseres Talkformats „19:04 – Inside Schalke“ blickten Schalke-Legenden vor traditioneller Kulisse zurück und voraus.
Lob für Schalkes legendäre Mannschaft von 1972
Launig spielten sich Fischer und seine ehemaligen Teamkollegen Klaus Fichtel und Helmut Kremers die Bälle mit Knappenschmiede-Entwickler Bodo Menze und 1991-Aufstiegskapitän Didi Schacht zu. Zusammen bestritten Fischer, Kremers und Fichtel etliche Spiele in der Glückauf-Kampfbahn, gehörten zu der Mannschaft, die 1971/1972 Pokalsieger wurde und den Meistertitel erst am letzten Spieltag knapp verpasste. „Das war die beste Mannschaft, die Schalke jemals hatte“, sagten alle. „Man muss sich das mal vorstellen, was das für eine Truppe war“, lobte Helmut Kremers. „Stan Libuda rechts, Klaus Fischer in der Mitte, mein Zwillingsbruder Erwin kam über links.“ Libuda sei, sagt Fischer, „der beste Rechtsaußen, den Deutschland je hatte.“

Doch wie denkt Fischer, Schalkes bester Torjäger der Klubgeschichte, über eine mögliche Vertragsverlängerung von Edin Dzeko? „Natürlich ist Dzeko 40 Jahre alt. Aber er weiß, wo das Tor steht, und ist ein guter Fußballer, das wissen wir. Natürlich wird es schwierig, wenn wir auf Konter spielen wollen, weil er nicht mehr der Schnellste ist. Wir müssen so spielen, dass wir in Strafraumnähe kommen und ihn von links und rechts bedienen. Das ist eine Frage, die der Trainer beantworten muss“, sagte Fischer und ergänzte: „Ich hatte tolle Außenstürmer, erst Stan Libuda und Erwin Kremers, später Rüdiger Abramczik. Da brauchtest du als Mittelstürmer nur den Kopf hinhalten.“

Keiner weiß besser als Abwehrspieler Klaus „Tanne“ Fichtel, wie es ist, im hohen Fußball-Alter noch Profi zu sein. Mit 43 Jahren, 6 Monaten und 2 Tagen ist er immer noch der älteste Spieler, der je ein Bundesliga-Spiel bestritt. „Als Abwehrspieler ist es etwas einfacher“, sagte Fichtel. „Da kann man mit Routine spielen, muss ein bisschen Instinkt haben. Wenn ich Stürmer bin und nicht mehr so schnell, dann müssen Flanken kommen. Wenn wir Dzeko behalten wollen, wird das wichtig sein.“ Klaus Fischer sagt über Klaus Fichtel: „Er war sehr fit in einem hohen Alter, weil er professionell gelebt hat.“

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Und diese Fitness brachte ihm einen legendären Spruch ein, den ein Fan ihm in der Glückauf-Kampfbahn am Ende des Talks zurief: „Der Wald stirbt, die Tanne steht!“





