Zusammenfassung

  • Die Zukunft von Stürmer Edin Dzeko beim FC Schalke 04 ist nach der WM noch offen.
  • Sportvorstand Frank Baumann äußerte sich nun vorsichtig optimistisch.
  • Von Dzekos Entscheidung hängt Schalkes weitere Planung für die Offensive maßgeblich ab.

Für Edin Dzeko beginnt in diesen Tagen die zweite WM-Erfahrung seiner langen Fußball-Karriere nach 2014. Als Kapitän führt er die Mannschaft von Bosnien-Herzegowina an, für die Einwohner des Landes ist er ein Nationalheld. Ein Testspiel gegen Nordmazedonien am Freitag endete 0:0, Dzeko saß auf der Bank, wurde geschont. Bei der WM trifft Bosnien in der Vorrunde auf Mit-Ausrichter Kanada (12. Juni, 21 Uhr), die Schweiz (18. Juni, 21 Uhr) und Katar (24. Juni, 21 Uhr). Eine Qualifikation fürs Sechzehntelfinale ist durchaus wahrscheinlich.

Fitte Schalke-Stürmer im Aufgebot: Gomis und Sylla

Doch wie geht es nach der WM für den 40 Jahre alten Stürmer weiter? Diese Frage wird vor allem beim Bundesliga-Aufsteiger FC Schalke 04 nach wie vor heiß diskutiert. Dzekos Halbjahresvertrag endet am 30. Juni. Spieler, Berater und Verein haben sich verständigt, nach der WM über eine mögliche Vertragsverlängerung zu sprechen. Nun äußerte sich Sportvorstand Frank Baumann in einem Kicker-Interview: „Die Chancen stehen aus meiner Sicht grundsätzlich gut. Edin hat signalisiert, dass er sich eine Fortführung seiner Karriere körperlich absolut vorstellen kann – wir können uns auch vorstellen, dass er uns auf, aber mit all seiner Erfahrung und professionellen Einstellung auch neben dem Platz weiterhelfen kann.“

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Von Dzekos Zu- oder Absage sind die weiteren Schalker Sturm-Planungen abhängig. Moussa Sylla (23 Tore in zwei Schalke-Jahren) steht auch in der Bundesliga unter Vertrag, ebenso Christian Gomis, der aber als einer der wenigen in der 2. Bundesliga nicht auf sich aufmerksam machen konnte. Und sonst? Die Rückkehr von Emil Höjlund (seit neun Monaten verletzt) und Peter Remmert (Ersatzspieler in der U23) ist weder in Sicht noch ein Thema. Schalke benötigt in der Offensive dringend noch Alternativen, sollte sich Dzeko doch noch gegen eine Karriere-Fortsetzung entscheiden.

Schalke mit Top-3-Budget in der 2. Bundesliga

Die Herausforderung Bundesliga sei noch größer als der Aufstieg, erklärte Baumann im Kicker. „Wir hatten trotz aller wirtschaftlichen Probleme ein Top-3-Budget in der 2. Liga zur Verfügung“, sagte der Sportvorstand. Die finanziellen Unterschiede seien in der 1. Liga „deutlich größer“. Schalkes Handlungsspielraum sei „begrenzt“. Immerhin: Im Gegensatz zum Sommer 2025 könne Schalke diesmal „proaktiv reagieren“.