- Christian Gomis konnte sich beim FC Schalke 04 bislang nicht durchsetzen.
- Jetzt zeigt Austria Wien Interesse an einer Leihe, um Gomis mehr Spielpraxis zu ermöglichen.
- Schalke soll einem Wechsel grundsätzlich offen gegenüberstehen.
Beim Bundesliga-Aufsteiger FC Schalke 04 einen Saison-Verlierer zu finden, ist beinahe unmöglich. Eigentlich funktionierte in den elf Monaten zwischen Trainingsauftakt und Meisterfeier alles. Eins aber misslang Sportvorstand Frank Baumann doch. Ausgerechnet der teuerste Transfer der Saison ging nicht auf. Rund 1,5 Millionen Euro bezahlten die Königsblauen, um Christian Gomis vom Erstligisten FC Winterthur aus der Schweiz loszueisen. Doch Gomis, der einen bis 2029 gültigen Vierjahresvertrag erhielt, wurde zu einem Transfer-Flop.
Schalke-Profi Gomis punktet mit Tempo
Gomis kam, als sich abzeichnete, dass Moussa Sylla den Klub vielleicht im Sommer 2025, aber bestimmt im Winter 2025/2026 verlassen würde. Gomis sollte Sylla ersetzen, Schalke schmiss dafür auch die Scouting-App StatsLibuda an. In der Geschwindigkeits-Tabelle der 2. Bundesliga erreichte Gomis mit 36,09 km/h zwar den fünften Platz, die sportlichen Erwartungen erfüllte er nie. Im Auswärtsspiel bei Hannover 96 erzielte er das Tor zum 3:0-Endstand, ansonsten blieb er ohne Scorerpunkt. Er bestritt 19 Spiele für die Königsblauen, sieben von Beginn an. In der Hinrunde fehlte er zwischenzeitlich wegen einer Muskelverletzung, in der Rückrunde war er komplett fit. Öffentlich verteidigte Trainer Miron Muslic Gomis stets, im Training putzte er ihn einmal herunter: „Wenn du so weitermachst, kannst du zurück zum FC Winterthur.“ Nicht einmal im Belohnungsspiel beim 1. FC Nürnberg (0:3), als einige Ersatzspieler Chancen bekamen, setzte Muslic Gomis ein.
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Seine Bundesliga-Tauglichkeit stellte Gomis bisher nicht unter Beweis. Nun bietet sich ein Ausweg, wie Sky berichtet. Offenbar ist der österreichische Traditionsverein Austria Wien daran interessiert, Gomis auszuleihen. Wie diese Zeitung weiß, wären die Schalker durchaus bereit, Gomis ziehen zu lassen, um ihm Spielpraxis zu ermöglichen.

Die Sturmplanungen würden bei einer Gomis-Leihe immer spannender. Dann stünden allein Moussa Sylla und die in der Aufstiegssaison dauerverletzten Bryan Lasme und Emil Höjlund sowie der zur U23 verbannte Peter Remmert für den Angriff unter Vertrag. Kenan Karaman ist eher für die Zehner-Position vorgesehen, Edin Dzeko will sich erst nach der Weltmeisterschaft entscheiden, ob er noch ein Jahr dranhängt.






