Vor zweieinhalb Monaten noch war Adil Aouchiche ein Mal-drin-mal-draußen-Spieler des FC Aberdeen, der in der schottischen Liga im unteren Mittelfeld stand und in der Conference-League-Gruppenphase chancenlos war. Seitdem ist für den 23 Jahre alten Mittelfeldspieler viel passiert. Mit dem FC Schalke 04 ist er Zweitliga-Spitzenreiter, durch gute Leistungen in den ersten Wochen sehr beliebt, und seit Freitagabend zudem Nationalspieler Algeriens.

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Beim 7:0-Sieg im Testspiel gegen Guatemala im italienischen Genua wurde er in der 69. Minute eingewechselt, erlebte die beiden letzten algerischen Tore noch auf dem Platz. „Ich hoffe, das ist erst der Anfang von Großartigem“, sagte er nach dem Spiel der algerischen Zeitung LGD Fennec. In seiner Jugend hatte der in Frankreich geborene und bei Paris St. Germain ausgebildete Aouchiche noch für die französischen Jugend-Nationalmannschaften gespielt und galt als großes Talent für Les Bleus. Doch er wechselte innerhalb kurzer Zeit oft den Klub, der richtige war bisher nicht dabei, Schalke ist bereits sein siebter im sechsten Jahr als Fußballprofi. Bei den Königsblauen gilt sein Vertrag bis Juni 2027, durch eine Einsatzklausel in der kommenden Saison könnte er sich bis 2029 verlängern.

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Am Dienstag steht Aouchiche mit Algerien vor einer größeren Herausforderung als gegen Guatemala. Gegner ist dann Uruguay (20.30 Uhr). Überzeugt Aouchiche weiter, ist er ein Kandidat für das WM-Aufgebot. Algerien hat eine schwierige Gruppe erwischt, trifft auf Titelverteidiger Argentinien (17. Juni, 3 Uhr), Jordanien (23. Juni, 3 Uhr) und Österreich (28. Juni, 4 Uhr). Die bekanntesten Spieler Algeriens sind der erfahrene Kapitän Riyad Mahrez (inzwischen bei Al-Ahli), Ramy Bensebaini (Borussia Dortmund), Rayan Ait-Nouri (Manchester City), Ibrahim Maza (Bayer Leverkusen) und Amine Gouiri (Olympique Marseille).