Ein paar Stunden vor dem Anpfiff dürfen die Profis der SpVgg Greuther Fürth sogar noch einmal nach Hause. Obwohl die Partie gegen Tabellenführer Schalke 04 am Samstagabend (20.30 Uhr/Sky und RTL) etwas Besonderes ist. Obwohl das Schlusslicht jeden Punkt benötigt. „Wir treffen uns am Samstagfrüh, schwitzen kurz an, dann dürfen die Jungs nach Hause zu ihren Familien“, sagte der Fürther Trainer Heiko Vogel. „Rechtzeitig zum Spiel gehen wir dann in die unmittelbare Vorbereitung.“
Fürther Respekt vor Schalke-Stürmer Dzeko
Die Fürther gehen als Letzter in der Tabelle und in der Gegentore-Statistik in das Spiel und müssen die Rolle des krassen Außenseiters nicht einmal herbeireden. Sie ist für jeden offensichtlich. „Zu verlieren haben wir nichts“, sagte Vogel. „Jeder erwartet, dass Schalke beim Schlusslicht punkten muss. Die Schalker haben sich gut verstärkt und ein Zeichen an die Liga gesendet, dass sie rauswollen in Liga eins.“
Und ein Schalker Stürmer wird natürlich auch in Fürth rauf und runter diskutiert: Torjäger-Ikone Edin Dzeko. In fünf Spielen sammelte der 39-Jährige bereits sieben Scorerpunkte (vier Tore, drei Vorlagen). „Es ist einfach, wie man Dzeko verteidigt: nie im Eins-gegen-eins, immer im Verbund“, sagt Vogel. Über 90 Minuten sei Dzeko nicht auszuschalten. „Wir müssen nur schauen, dass er maximal torungefährlich bleibt.“ Doch allein auf Dzeko lasse sich Schalke nicht reduzieren. „Das würde allen anderen Spielern nicht gerecht. Schalke verfügt über außerordentliche individuelle Qualität, speziell nach dem Transferfenster.“

Die Fürther sind aktuell der Zweitliga-Dino, sie führen die ewige Tabelle der Zweiten Liga an. Doch selten drohte so sehr der Abstieg in die Dritte Liga. Alle fünf Aufstiegskandidaten gehören zu den kommenden sieben Gegnern, Schalke ist der erste. Die Rest-Saison der Fürther steht unter dem Motto „Unser Kleeblatt wird niemals untergeh‘n. Gemeinsam zum Klassenerhalt!“ Selbstvertrauen zieht Fürth aus dem 2:1-Erfolg über Arminia Bielefeld in der vergangenen Woche. Der Sieg sei nicht nur wegen der drei Punkte wichtig gewesen, so Vogel. „Viel wichtiger war er, weil die Arbeit der Trainingswoche belohnt wird. Weil ein Selbstverständnis kommt, Zweifel beseitigt werden.“ Laut Vogel sei die Tabelle lediglich eine Momentaufnahme.
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Dass den Fürthern eine Auswärtsspiel-Atmosphäre droht, viele Schalker haben ein Ticket erworben, wolle er nicht thematisieren, so Vogel. „Wir wissen um unsere Fans, der Support wird nicht untergehen. Es ist unser Wohnzimmer“, sagte Vogel. Nerven beruhigen gegen die Abstiegsangst …






