Der FC Schalke 04 und Amin Younes gehen künftig getrennte Wege. Wie die Königsblauen am Mittwochmorgen verkündet haben, wurde der ursprünglich bis 30. Juni laufende Vertrag mit dem offensiven Mittelfeldspieler vorzeitig aufgelöst. Wie diese Redaktion erfahren hat, sind die Schalker Anfang der Woche auf den 32 Jahre alten Ex-Nationalspieler zugekommen und haben die Gespräche über die Vertragsauflösung initiiert. Die Trennung erfolgte letztlich einvernehmlich.

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Viel Geld spart Schalke durch die überraschende Trennung von Younes nicht, denn im Zuge der Auflösung zahlt der Klub eine Abfindung an den Spieler, die vergleichbar mit den noch ausstehenden Gehältern bis Saisonende ist. Wie viel Geld Schalke tatsächlich einspart, hängt aufgrund von Klauseln auch davon ab, ob Younes kurzfristig noch einen anderen Klub im Ausland findet.

firo :  31.01.2026
Fussball, Fußball, 2.Liga, 2.Bundesliga, Saison 2025/2026, 
VfL Bochum 1848 - FC Schalke 04
Beim 0:2 in Bochum Ende Januar stand Amin Younes letztmals für Schalke auf dem Feld. © firo | Ibing

Schalke: Younes hat Millionen-Angebot aus Indonesien abgelehnt

Doch Fakt ist: Viele Alternativen hat der offensive Mittelfeldspieler nicht mehr. Das Transferfenster in sämtlichen europäischen Top-Ligen ist bereits geschlossen. In Europa könnte Younes nur noch in Ländern wie Russland (bis 19.02.), der Slowakei (bis 21.02.), Bulgarien (bis 24.02.) oder Polen (bis 25.02.) unterschreiben. Außerhalb von Europa wäre theoretisch noch ein Wechsel in die US-amerikanische MLS möglich (bis 26.03.).

Spannend ist dahingehend: Noch vor wenigen Wochen hat Younes ein sehr lukratives Angebot von Persija Jakarta aus Indonesien abgelehnt. Für eineinhalb Jahre wurde ihm damals ein Gehalt von einer Million US-Dollar netto geboten – doch der Spieler entschied sich dagegen.

Warum Amin Younes seinen Schalke-Vertrag auflöst

Doch warum jetzt die Vertragsauflösung auf Schalke? Vor allem, weil die Chancen von Younes auf einen Platz im Spieltagskader durch die Winter-Neuzugänge weiter geschrumpft sind. Selbst im Trainingskader würde es für den Ex-Nationalspieler (acht Einsätze für Deutschland) künftig eng werden.

„Entsprechend wollen wir ihm die Gelegenheit geben, unter anderem die letzten Chancen, die noch offene Wintertransferfenster bieten, zu nutzen“, begründet Schalkes Sportvorstand Frank Baumann. „Wir danken Amin für die gut eineinhalb Jahre auf Schalke und wünschen ihm für seine Zukunft alles Gute.“

Auch Younes wird von den Schalkern im Zuge der Vertragsauflösung kurz zitiert. Er sei dankbar für die Zeit auf Schalke und für die Erfahrungen, die er im Klub sammeln durfte. „Ich wünsche dem Verein für die verbleibenden Spiele der Saison sowie für die Zukunft von Herzen alles Gute und viel Erfolg“, so der 32-Jährige.

Nach seiner Unterschrift auf Schalke im Sommer 2024 spielte Younes insgesamt 31-mal für die Königsblauen (zwei Tore, drei Vorlage). Wirklich gepasst hat es zwischen S04 und dem Offensivspieler allerdings nie. Schon in der Vorsaison war er mehr Mitläufer als Anführer. In der laufenden Saison spielte er unter Trainer Miron Muslic kaum eine Rolle. Schon im Sommer machte der Coach klar, dass Younes nicht zu seiner Art von Fußball passt. Auch aufgrund von Verletzungssorgen reichte es trotzdem zu fünf Zweitliga-Einsätzen unter Muslic.