Der FC Schalke 04 greift weiter die Bundesliga an: Nach Edin Dzeko (AC Florenz) und Ersatztorwart Kevin Müller (1. FC Heidenheim) steht der dritte Winter-Zugang so gut wie fest. Vom kroatischen Erstligisten Dinamo Zagreb kommt Dejan Ljubicic. Nach kroatischen Medienangaben soll Ljubicic rund eine Million Euro kosten und nach dem Medizincheck einen Dreijahresvertrag unterschreiben. Wie Sky am Samstag berichtete, soll es sich um einen Vertrag bis 2028 handeln. Die Ablösesumme soll demnach bei 750.000 Euro plus Boni liegen.

Abschiedsworte vom Coach: „Wünsche ihm alles Gute bei Schalke“

Angesprochen auf seinen Spieler sagte Zagreb-Trainer Mario Kovacevic: „Wir haben nach dem Spiel gegen FCSB erfahren, dass er ein Angebot hat.“ Das Europa-League-Spiel gegen Bukarest hatte Zagreb am Donnerstag mit 4:1 gewonnen. Ljubicic stand in der Startelf, sah in der ersten Hälfte Gelb und wurde in der 77. Minute ausgewechselt. „Er war ein sehr wichtiger Spieler. Ich bin ihm für alles, was er für Dinamo geleistet hat, sehr dankbar. Ich wünsche ihm alles Gute bei Schalke.“

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Das dürfte als klares Indiz für die Zukunftsplanung des 28 Jahre alten Österreichers sein. Auch seine ersten Schalke-Schritte stehen nach Informationen dieser Redaktion schon fest. Nach Landung in Deutschland am Samstag und Besuch des Schalke-Spiels gegen Kaiserslautern am Sonntag ist für Montag der Medizincheck geplant. Besteht er den, ginge es weiter mit dem Unterschreiben des Vertrags sowie ersten Trainingseinheiten. So könnte Ljubicic bereits am Samstag, 31. Januar, seinen ersten Schalke-Einsatz absolvieren – und dann auch noch direkt im Nachbarschaftsduell beim VfL Bochum (13 Uhr/Sky).

Schalke-Top-Kandidat Ljubicic: Rückkehr nach Deutschland

Dejan Ljubicic, wer ist das? Der Österreicher wurde bei Rapid Wien fußballerisch ausgebildet und zum Profi. Von 2006 bis 2021 trug er das Rapid-Trikot, stolze 15 Jahre lang. Er kam in 131 Pflichtspielen für Rapid zum Einsatz (8 Tore, 10 Vorlagen). Zur Saison 2021/2022 wechselte er zum 1. FC Köln, sollte als klassischer Sechser zum Einsatz kommen. Unter Trainer Steffen Baumgart entwickelte er sich aber zum laufstarken Mittelfeld-Allrounder, der auch auf anderen Positionen zum Einsatz kam. Für die Kölner spielte er 83-mal in der Bundesliga (8 Tore, 4 Vorlagen) und 27-mal in der Zweiten Liga (4 Tore, 3 Vorlagen). Zwischenzeitlich betrug sein Marktwert zehn Millionen Euro. Doch mit Vertragsende verabschiedete er sich aus Köln-Müngersdorf und wechselte nach Zagreb, um europäisch zu spielen. „Danke an alle, die mich getragen haben – durch die besten Tage, durch die schwersten Nächte“, schrieb er zum FC-Abschied.

In Zagreb lief es für ihn aber nicht so gut. Er ist mit seiner Mannschaft zwar Tabellenführer, verlor aber im Oktober seinen Stammplatz. Seitdem verbrachte er drei Ligaspiele auf der Ersatzbank, wurde dreimal eingewechselt. Sein Marktwert fiel inzwischen auf drei Millionen Euro.

Was Schalke-Trainer Muslic mit Ljubicic gemeinsam hat

Nun ist er offenbar bereit für einen weiteren Wechsel. Laut Sky hat diese Entscheidung auch „familiäre Gründe“. Interessant: Mit S04-Trainer Miron Muslic hat er gemeinsam, dass er Österreicher ist, aber seine Wurzeln in Bosnien-Herzegowina liegen.