Auch dank der starken Leistungen von Loris Karius steht der FC Schalke 04 nach der ersten Saisonhälfte der 2. Bundesliga an der Tabellenspitze. Nur zehn Gegentreffer hat der 32 Jahre alte Torwart in den ersten 17 Spielen kassiert – Bestwert in der Liga. Dass Karius bei den Gelsenkirchenern derart durchstartet, war nicht jedem klar. Auch innerhalb des Klubs herrschte im Januar 2025 mitunter Skepsis, ob der Ex-Liverpool-Keeper nach einigen Monaten Vereinslosigkeit aufgrund seiner fehlenden Spielpraxis wirklich die richtige Wahl sei, wie sich Stephan Loboué erinnert.

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Auf der Suche nach einem Nachfolger für Ron-Thorben Hoffmann (Rückkehr zu Eintracht Braunschweig) sind auf Schalke viele Namen diskutiert worden. „Aber ich hatte dieses Feeling für Loris Karius“, sagt der damalige S04-Torwarttrainer Loboué dem Kicker. „Im Prinzip war es mein Transfer, auch wenn es sich blöd anhört.“ Der 44-Jährige erinnert sich, dass er sich rund um den Transfer viele kritische Fragen anhören musste. Karius‘ Image, das verlorene Champions-League-Finale 2018 und die fehlende Spielpraxis waren damals intern Thema auf Schalke.

Loris Karius ist „viel zu gut für die 2. Bundesliga“
Doch Loboué, der inzwischen als Torwarttrainer der Nationalmannschaft von Mali arbeitet, setzte sich massiv für die Verpflichtung ein, wie er erzählt: „Ich habe gesagt: ‚Leute, das ist Loris Karius. Eigentlich ist er viel zu gut für die 2. Bundesliga. Normalerweise hätten wir gar keine Chance bei dem.‘“ Loboués damalige Vorstellung: Karius kommt auf Schalke zurück wie der Phönix aus der Asche. „Und der Phönix ist tatsächlich aus der Asche gestiegen“, sagt er heute mit einem Grinsen.
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Obwohl sich die Wege von S04 und Stephan Loboué im Sommer getrennt haben, hegt er keinen Groll – ganz im Gegenteil. „Ich freue mich megamäßig für den FC Schalke und für Loris – weil Schalke ein mega Verein ist, mit unglaublichen Fans und einer wahnsinnigen Power“, sagt er. „Wie viele Leute können schon sagen, sie waren in Verantwortung beim FC Schalke? Ich bin stolz darauf. Manchmal trennt man sich, aber ich wünsche dem Klub nur das Beste und bin sicher, dass sie aufsteigen werden.“








