Ein Blick auf die Ersatzbank des FC Schalke 04 beim Spiel in Braunschweig zeigt, wie groß die Personalsorgen der Gelsenkirchener kurz vor der Winterpause sind. In Amin Younes und Timo Becker saßen dort nur zwei Spieler mit mehr als fünf Zweitligaspielen auf dem Konto. „Die Situation ist nicht einfach“, sagt Kapitän Kenan Karaman nach der 1:2-Niederlage seiner Mannschaft. „Wir haben viele Verletzte, gehen ans Limit, an die letzten Körner.“

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Bitter für Schalke: Mit einer Gesichtsverletzung wurde Vitalie Becker in Braunschweig ausgewechselt. Kurz vor dem Ende der ersten Halbzeit prallten Becker und sein Gegenspieler Robin Heußer mit den Köpfen zusammen. Wenig später war dann Feierabend für den 20-Jährigen. Mit Beginn der zweiten Halbzeit wurde Felipe Sanchez für ihn eingewechselt.

Eintracht Braunschweig - FC Schalke 04
Im Zweikampf: Schalkes Flügelspieler Vitalie Becker (rechts) im Zweikampf mit Robin Heußer von Eintracht Braunschweig. © dpa

Schalke mit Verletzungssorgen in der Offensive

„In der Halbzeit musste Vitalie raus, weil sein Jochbein komplett angeschwollen war“, klärt Trainer Miron Muslic auf. Becker habe in der Folge auf einem Auge kaum noch etwas gesehen. „Heute war es fast zu viel, was wir vorgeben mussten“, haderte Muslic mit der Verletztenmisere seines Teams.

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Gerade in der Offensive und auf den Schienenspieler-Positionen fehlen den Gelsenkirchenern die Alternativen. So fehlen in Peter Remmert, Emil Höjlund, Bryan Lasme und Zaid Tchibara gleich vier Stürmer verletzungsbedingt. Für die Flügel fehlten in Braunschweig zudem Adrian Gantenbein und Christopher Antwi-Adjei. Mit Blick auf all diese Ausfälle kommt die Winterpause für Schalke zum richtigen Zeitpunkt: „In den knapp zwei Wochen gewinnen wir Zeit für die Spieler, die gerade im Aufbau sind“, sagt Muslic. „Wir gewinnen auch Zeit für Timo Becker und Christian Gomis, die unter normalen Umständen in den letzten zwei Spielen keine Sekunde gespielt hätten – noch sind sie nicht so weit.“

Schalke-Trainer Miron Muslic vermisst die „Gamechanger“

In Braunschweig durfte Offensivspieler Gomis sogar starten, Becker wurde nach seinem Innenbandanriss zum zweiten Mal in Serie wieder eingewechselt. Muslic: „Wir sind optimistisch, dass wir diese Spieler wieder zurückbekommen.“

Wie wichtig auch Qualität in der Breite ist, bewiesen die Schalker in der Hinrunde mehrfach. Allein der derzeit verletzte Bryan Lasme traf 2025/26 bereits dreimal als Joker und schoss S04 zum Sieg. Wenn man solche „Gamechanger“ bringen könne, könne das einen unheimlichen Einfluss auf die Spiele haben, so Muslic. „Das hat uns in den letzten Wochen gefehlt.“