Jahresabschluss vergeigt. Im Auswärtsspiel bei Eintracht Braunschweig zeigte der FC Schalke 04 die schlechteste Leistung der bisherigen Zweitliga-Saison. „Es war eine sehr verdiente Niederlage“, sagte Mittelfeldspieler Ron Schallenberg nach dem 1:2 im Eintracht-Stadion.

Wöchentlich
Schalke-Newsletter: Jetzt kostenlos anmelden!
Spielberichte, Transfergerüchte, Analysen, Interviews: Das Wichtigste zu S04.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
Von der ersten Minute an war die Fehlerquote im Schalker Spiel zu hoch, auch das Pressing funktionierte nicht so gut wie in großen Teilen der Hinrunde. „Wir haben keinen richtigen Zugang zum Spiel bekommen“, analysierte der Mittelfeld-Chef. „Braunschweig hat auf die Dinge gesetzt, die uns eigentlich stark machen – sie haben es nur besser gemacht.“

Schalke gehen zum Jahresende die Kräfte aus
Die vierte Saisonniederlage ist für die Schalker kurz vor Weihnachten zweifelsfrei ein Dämpfer. „Trotzdem gehe ich nicht mit einem schlechten Gefühl in die Pause“, so Schallenberg, der auf die „Wahnsinns-Hinrunde“ mit 37 Punkten und die Herbstmeisterschaft verweist. „Das dürfen wir nicht kleinreden.“
Die Ergebnisse der Schalker in den vergangenen Monaten waren zweifelsfrei sehr gut – die Leistungen in den zurückliegenden Partien waren allerdings nicht mehr top. Die von Verletzungen geplagte Mannschaft ging zuletzt auf dem Zahnfleisch. In den vergangenen drei Partien hat es Schalke nicht geschafft, das eigene Spiel „durchzuziehen“, erklärte Schallenberg. „Vielleicht steckte die Hinrunde ein bisschen in die Knochen. Wir haben trotzdem gut gekämpft, haben uns nicht aufgegeben. Wir haben es nur fußball-inhaltlich nicht so gut gemacht.“
Lesen Sie auch
Schalke-Profis haben bis Anfang Januar frei
Hinzu kommt: Alle Gegner wissen inzwischen, wie Schalke 04 in der 2. Bundesliga spielen will. Auch als Tabellenführer setzt Trainer Miron Muslic nicht auf Ballbesitzfußball, sondern auf intensives Pressing, schnelles Umschalten und auf Standardsituationen. Ron Schallenberg analysiert: „Die Liga stellt sich langsam auf unser Spielsystem ein, aber ich glaube trotzdem, dass wir damit erfolgreich sein werden, wenn wir es richtig durchziehen.“
Der 26 Jahre alte Mittelfeldspieler ist überzeugt, dass auch das vom Trainerteam analysiert und aufgearbeitet wird. „Aber nicht jetzt, sondern in zwei Wochen“, so Schallenberg, der sich nach intensiven Monaten auf die Feiertage mit seiner Familie freut. Direkt nach dem Braunschweig-Spiel haben sich die Wege der Spieler getrennt. Ein Wiedersehen in Gelsenkirchen findet erst beim Leistungstest in den ersten Januartagen statt.








