Alemannia Aachen begeisterte im Herbst 2003 seine Fans. Unter Trainer Jörg Berger mischte die Mannschaft die Zweite Bundesliga auf. Das Team um Angreifer Erik Meijer, Spielgestalter Ivica Grlic und Defensiv-Malocher Willi Landgraf war lange Tabellenführer. Die Hinrunde schlossen die Aachener als Herbstmeister ab.

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Nach der Winterpause folgte der Einbruch. Aachen rutschte auf Platz sechs ab. Der 1. FC Nürnberg, Arminia Bielefeld und der FSV Mainz 05 feierten am Ende der Saison 2003/2004 den Aufstieg.
Schalke 04 sicherte sich gegen Nürnberg die Herbstmeisterschaft
Das Beispiel aus Aachen zeigt: Eine Herbstmeisterschaft ist noch lange keine Aufstiegsgarantie. Das dürfte auch der Mannschaft des FC Schalke 04 eine Warnung sein. Die Königsblauen stehen seit dem Wochenende als Herbstmeister fest. Schalke gewann mit 1:0 gegen den 1. FC Nürnberg, geht damit als Erster in die Winterpause.
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Schalke ist der 26. Herbstmeister seit der Jahrtausendwende. Von den 25 Vorgängern schafften am Ende 18 Teams den Aufstieg. Neun Herbstmeister waren auch nach 34 Spieltagen auf Platz eins.
Jürgen Klopp verspielte mit Mainz 05 einst einen großen Vorsprung
Sieben Mannschaften verspielten die gute Ausgangslage: In der Saison 2001/2002 erlebte der junge Trainer Jürgen Klopp mit Mainz 05 ein großes Drama. Der Klub war Herbstmeister, hatte zwischenzeitlich zehn Punkte Vorsprung. Am letzten Spieltag benötigten die Mainzer ein Remis bei Union Berlin. Durch eine 1:3-Niederlage verspielten die Rheinhessen den Aufstieg. Bei Klopp und Co. flossen Tränen.

In der jüngeren Vergangenheit kam der Herbstmeister häufig aus Hamburg. Doch weder der FC St. Pauli noch der Hamburger SV brachten ihren Vorsprung ins Ziel. Das Team vom Millerntor war in der Saison 2021/2022 Erster nach der Hinrunde. Danach lief wenig zusammen. St. Pauli schloss die Saison als Fünfter ab. Die Zweitliga-Meisterschale sicherte sich damals übrigens Schalke 04.
Dem HSV ging sogar in zwei Spielzeiten die Puste aus. Die Herbstmeister-Mannschaften der Saison 2018/2019 und 2020/2021 kamen nur als Vierter ins Ziel.
Holstein Kiel und Eintracht Braunschweig scheiterten in der Relegation
Die 2009 wiedereingeführte Relegation machte zwei weiteren Nordklubs die große Party zunichte. 2017/2018 landete Herbstmeister Holstein Kiel am Saisonende auf Platz drei. Nach den Ausscheidungsspielen durfte der VfL Wolfsburg jubeln. Der Bundesliga hatte Relegations-Erfahrung gesammelt. Auch in der Saison 2016/2017 setzten sich die Wolfsburger gegen den Zweitliga-Dritten durch. Damals hatte Eintracht Braunschweig das Nachsehen.
In Braunschweig tritt Schalke 04 an diesem Sonntag an. Gewinnt der Revierklub auch diese Auswärtspartie, stünde er nach 17 Spielen bei satten 40 Punkten. Dann sieht es gut aus, mit dem 19. Aufstieg eines Herbstmeisters nach der Jahrtausendwende.







