Zweimal hat der FC Schalke 04 die neue Unternehmensanleihe 2025/2030 in den zurückliegenden Wochen aufgestockt, am Mittwoch wurde sie mit einem Volumen von 90 Millionen Euro erfolgreich am Kapitalmarkt platziert. „Wir freuen uns sehr über das außerordentliche Interesse privater und professioneller Anleger an unserer Unternehmensanleihe. Das Ergebnis ist herausragend und für Schalke 04 ein großer Erfolg“, sagte Schalkes Finanzvorständin Christina Rühl-Hamers vor einigen Tagen im Zuge der Aufstockung von zuvor 75 auf nun 90 Millionen Euro.

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Die eingenommenen 90 Millionen Euro kann Schalke 04 nicht in den Sport stecken – das Geld dient in erster Linie dazu, die zwei zurückliegenden Anleihen 2021/2026 und 2022/2027 zu refinanzieren. Genau das ist nun passiert. „Dies ist ein weiterer wichtiger Schritt in unserem konsequenten Bestreben, unsere Planungen langfristig und nachhaltig auszurichten und damit die finanzielle Handlungsfähigkeit des Klubs zu stärken“, erklärt Christina Rühl-Hamers. „Wir werden die durch die neue Anleihe gewonnenen Spielräume nutzen, um unsere Finanzstruktur gezielt zu optimieren – unter anderem durch die Ablösung vorrangig besicherter Finanzverbindlichkeiten. Die Anleihe ist ein zentraler Baustein unserer Gesamtstrategie und erhöht unsere Planungssicherheit.“

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Viele Anleger nutzen das Schalker Umtauschangebot

Spannend ist: Viele Anleger der Anleihen 2021/2026 und 2022/2027 haben von einem Umtauschangebot auf die neue Anleihe Gebrauch gemacht. So mussten die Schalker nur noch 6,51 Millionen Euro (von 15,9 Millionen Euro der 2026er Anleihe) und 15,11 Millionen Euro (von 34,1 Millionen Euro der 2027er Anleihe) zurückzahlen. Gelockt wurden die Anleger bei der neuen Anleihe mit einem Zinssatz von 6,5 Prozent pro Jahr und einem einmaligen Aufstiegsbonus von 1,5 Prozent – sofern die Königsblauen bis 2030 in die Bundesliga zurückkehren.

Wie der Verein mitteilt, erfolgt die Rückzahlung der beiden Anleihen zuzüglich aufgelaufener Zinsen jeweils am 29. Dezember dieses Jahres. Weil die Anleihen vom Klub vorzeitig gekündigt wurden, wird die 2026er Anleihe zu 100,5 Prozent des Nennbetrags zurückgezahlt, die 2027er Anleihe zu 101,5 Prozent des Nennbetrags.