Für Janik Bachmann ist das DFB-Pokalspiel des FC Schalke 04 bei Darmstadt 98 (Mittwoch, 20.45 Uhr/Sky) eine Rückkehr in die Heimat. In Groß-Umstadt, rund 23 Kilometer vom Stadion am Böllenfalltor entfernt, wurde Bachmann geboren, spielte in der Jugend stets in der Nähe (Babenhausen, Frankfurt), bevor er zu den Lilien ging. „Ich bin mit der U19 in die Bundesliga aufgestiegen, habe meinen ersten Profivertrag bekommen, war im Aufstiegsjahr 2014/2015 im Training dabei. Es war geil, die ersten Erfahrungen zu sammeln“, sagt er. Inzwischen ist er 29 Jahre alt und nach einem Jahrzehnt als Fußball-Wandervogel (Hannover II, Chemnitz, Würzburg, Kaiserslautern, Sandhausen, Rostock) auf Schalke gelandet.

Schalke: Bachmann vertritt Gomis und Antwi-Adjei

Die Vielseitigkeit und Mannschaftsdienlichkeit macht den 1,96 Meter großen Bachmann zu einem Lieblingsspieler vieler Trainer. Bachmann kann defensiv und offensiv viele Positionen bekleiden - und wenn er mal draußen sitzt, ist er keiner, der stänkert. Seine Lieblingsposition ist die Sechs, aktuell ist er aber als Teil der Doppel-Zehn gefragt. „Auf der Zehn haben wir das Problem, dass Christopher Antwi-Adjei und Christian Gomis ausfallen. Ich versuche, da meine Energie reinzubringen. Auf der Sechs machen es Ron Schallenberg und Soufiane El-Faouzi gerade überragend“, sagt Bachmann.

Der FC Schalke 04 überzeugt auch im Heimspiel gegen Darmstadt 98 und siegt verdient mit 1:0. Mittelfeldspieler Soufiane El-Faouzi spielt dabei überragend – und wird scheinbar von Woche zu Woche besser. In der neuen Folge des S04-Talks „19:04 – Inside Schalke“ sprechen Sinan Sat, Matthias Heselmann und Robin Haack über die Entwicklung von Dauerläufer El-Faouzi, die tollen Transfers von Frank Baumann, die aktuelle Euphorie-Welle – und wir blicken auf das DFB-Pokalspiel in Darmstadt am Mittwoch.

Zum ersten Mal in dieser Saison bestreiten die Schalker drei Pflichtspiele innerhalb von acht Tagen, drei Tage nach dem Pokalspiel tritt Schalke in Karlsruhe an (Samstag, 13 Uhr/Sky). Die Schalke-Profis bleiben im Süden, fahren zwischendurch nicht nach Hause - es wird ein viertägiges Kurz-Trainingslager. „Das ist gut, dass wir das so machen“, erklärt Bachmann. „Das Spiel ist am Mittwoch sehr spät, fahren wir zurück, müssten wir am Freitag schon wieder nach Karlsruhe aufbrechen. Die einzige, die mir leidtut, ist meine Frau, die mit den Kindern alleine ist."

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An die Liga, das versichert Bachmann glaubhaft, denkt er aktuell nicht, auch wenn Schalke auf dem ersten Platz steht. „Der volle Fokus gilt dem DFB-Pokal, die Liga interessiert mich gerade gar nicht“, sagt er. Und sollte es in Darmstadt ins Elfmeterschießen gehen, würde sich Bachmann freiwillig melden. „Wenn es im Pokal ins Elfmeterschießen ging, habe ich immer geschossen. Und immer getroffen.“