Als Vitalie Becker, 20 Jahre alter Linksverteidiger des FC Schalke 04, kürzlich an einem Lehrgang der deutschen U20-Nationalmannschaft teilnahm und sogar zwei Spiele bestritt, freute er sich über ein Wiedersehen besonders: Assan Ouédraogo, ehemaliger S04-Kollege und jetzt bei RB Leipzig, war ebenfalls dabei.

Schalke-Profi Vitalie Becker: Das sagt er über FC26-Rating

„Wir sind auch außerhalb des Platzes befreundet“, sagte Vitalie Becker. „Aber wenn wir zusammen sind, reden wir nicht den ganzen Tag über Fußball, sondern eher über alles andere, wie zum Beispiel Fifa.“ Fifa – gemeint ist das Konsolenspiel EA FC26. Inzwischen hat auch Becker ein eigenes Rating. „61, das kann noch besser werden“, sagte er und schmunzelte danach.

Im Heimspiel gegen Holstein Kiel kassiert Schalke eine vermeidbare 0:1-Niederlage. Auch nach fünf Spieltagen läuft bei den Gelsenkirchener gerade in der Offensive wenig zusammen. Muss Trainer Miron Muslic nun auch mal über Amin Younes als Joker nachdenken? In der neuen Folge von „19:04 – Inside Schalke“ sprechen Moderator Sinan Sat und die beiden S04-Reporter Andreas Ernst und Robin Haack zudem über die Formkrise von Stürmer Moussa Sylla, den Fehler und die Entwicklung von Innenverteidiger Felipe Sanchez und die Rolle von Kenan Karaman.

Wenn die Saison für ihn so weitergeht, dürfte das Rating automatisch besser werden. Becker ist der Shootingstar. Als No-Name war er in die Vorbereitung gestartet, inzwischen ist er konkurrenzlos Stammspieler, kam in allen sechs Pflichtspielen von Beginn an zum Einsatz, fast ein Fußballmärchen. „Ein tolles Gefühl, dass ich meine Spiele machen kann. Ich spüre das Vertrauen des Trainers und von der Mannschaft“, sagt er.

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Beinahe wäre er vor Saisonbeginn weg gewesen, Schalke war sich bereits mit dem SV Ried aus Österreich über eine Leihe einig, bevor Trainer Miron Muslic zusagte und die Leihe stoppte. „Ich war sogar einmal in Ried vor Ort, habe mir alles angeschaut“, sagt Becker. „Aber danach gab es nicht mehr viele Gespräche, weil klar war, dass ich die Vorbereitung hier machen werde.“

Beckers Schalke-Vertrag gilt bis 2027

In einer Zeit, in der Schalke Kaderwerte generieren will, um Spieler für viel Geld zu verkaufen, dürfte Becker zunehmend in den Fokus anderer Klubs rücken. Sein Schalke-Vertrag gilt bis Juni 2027. Darauf angesprochen, ob es schon Gespräche geben würde, reagierte er fast verwundert: „Ich habe ja erst fünf Zweitligaspiele gemacht, deshalb habe ich noch gar nicht darüber nachgedacht. Erst einmal möchte ich hier weiter meine Spielminuten sammeln.“ An etwas anderes als Schalke dachte er fußballerisch ohnehin selten. Seit der U9 durchlief er sämtliche Jugendmannschaften.

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Erst einmal will er sich weiter verbessern. An seinen Flanken, sagt er, möchte er arbeiten. Und fit bleiben, nachdem ihn 2024 eine Verletzung monatelang zurückgeworfen hatte. „Gerade fühle ich mich sehr gut auf dem Platz“, sagt Becker. „Ich bin glücklich.“