Dass das Auswärtsspiel des FC Schalke 04 bei Dynamo Dresden an diesem Sonntag (13.30 Uhr/Sky) eine besondere Brisanz mit sich bringt, macht schon die Auswärtsinfo der Königsblauen auf der Klub-Homepage deutlich. Darin warnen die Schalker ihre Anhänger davor, sich an diesem Wochenende in blau-weißer Fankleidung in Dresden aufzuhalten. Auch die Polizei Dresden schreibt im Vorfeld der Zweitligapartie Ähnliches. Solche Warnungen zeigen: Der Respekt vor möglichen Ausschreitungen zwischen den beiden Fanszenen ist groß.

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Auch während des Spiels im Rudolf-Harbig-Stadion dürfte es auf den Tribünen hitzig werden – Schmähgesänge von beiden Fanlagern sind zu erwarten. Schon im Vorfeld hat sich deshalb der Schalker Fanclub-Verband eingeschaltet und dazu aufgerufen, auf „Wir hassen Ostdeutschland“-Rufe zu verzichten. Ebendiese Gesänge waren bei S04-Auswärtsspielen im Osten in der Vergangenheit regelmäßig zu hören – auch Mitte August rund um das DFB-Pokalspiel beim 1. FC Lokomotive Leipzig (1:0 nach Verlängerung).

Schalke: Fanclub-Verband verurteilt Diskriminierung

„Auch wenn Schmähgesänge im Fußball leider zum Alltag gehören, überschreiben die Gesänge ‚Wir hassen Ostdeutschland‘ für uns eine klare Grenze“, teilt der SFCV in den Sozialen Medien mit. „Sie richten sich nicht gegen einen Gegner, sondern diskriminieren pauschal eine ganze Region und damit auch Schalker, die dort mit Herzblut unseren Verein vertreten.“ Für Rassismus und eben Diskriminierung gebe es für den Fanclub-Verband allerdings keinen Platz auf Schalke.

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Daher ruft der SFCV dazu auf, rund um das Spiel in Dresden auf solche Beleidigungen zu verzichten. „Lasst uns unsere Energie in die Unterstützung unseres Vereins stecken, nicht in Beleidigungen, die uns spalten“, heißt es vom Fanclub-Verband, der als Dachverband stellvertretend für die knapp 1000 eingetragenen Fanclubs der Gelsenkirchener agiert.