Bitter für den FC Schalke 04: Der Wechsel von Stürmer Pape Meissa Ba zum englischen Zweitligisten Queens Park Rangers ist geplatzt. Wie Schalke mitteilte, hätte „QPR“ dies in der Nacht auf Mittwoch mitgeteilt. Der 28 Jahre alte Ba kehrt nun nach Gelsenkirchen zurück und soll so schnell wie möglich ins Training zurückkehren. Die Schalker müssen auf eine fest eingeplante Transfereinnahme verzichten und sparen nicht einmal Bas Gehalt, der somit wieder das Budget belastet. Für die Schalker wird es noch schwieriger, kurzfristig Spieler zu verpflichten.

Schalke-Vorstand Baumann: „Verzögerungen ohne inhaltliche Begründungen“

„Wir sind über das Vorgehen von Queens Park in den vergangenen zwei Wochen sehr irritiert“, sagte Frank Baumann, Sportvorstand der Königsblauen. „Diese Phase war von Verzögerungen ohne inhaltliche Begründungen sowie tagelang ausbleibende Reaktionen auf Anrufe und offizielle Nachrichten geprägt. Wir stellen uns eine partnerschaftliche Zusammenarbeit bei einem Transfer, insbesondere nach zweimaliger Einigung zwischen den Vereinen, anders vor.“

Beim Auswärtsspiel am Betzenberg hat derFC Schalke 04 nicht nur drei Punkte an den 1. FC Kaiserslautern verloren. Auch die Verletzung von Sturm-Talent Peter Remmert bereitet den Königsblauen nach der 0:1-Niederlage in der Pfalz Sorgen. Darüber und über viele weitere Themen sprechen Matthias Heselmann, Sinan Sat und Robin Haack in einer neuen Folge von Inside Schalke

Die Begründung für die Absage ist offenbar der teilweise nicht bestandene Medizincheck und nach Meinung von QPR vorhandene gesundheitliche Risiken. „Pape hat in den vergangenen vier Jahren immer über 30 Pflichtspiele gemacht und war auch bei uns in der Vorbereitung in einem guten Fitnesszustand“, erklärte Baumann. Die von QPR vorgetragenen Probleme seien nicht neu, sie seien bereits bei vier Vereinswechseln berücksichtigt worden und würden Ba nicht daran hindern, seinen Beruf als Profifußballer auszuüben.

Ba erzielte für Schalke zwei Tore in 13 Spielen

Auf Schalke traf er zweimal in 13 Partien, wirkte aber in vielen Spielen wie ein Fremdkörper. Immerhin: Bas 1:0 gegen Preußen Münster brachte Schalke drei entscheidende Punkte im Abstiegskampf. Von Trainer Miron Muslic wurde er aber in der Vorbereitung in die B-Elf verbannt. Deshalb wollen die Schalker Ba weiter transferieren - und sie sind optimistisch, dass sie einen neuen Verein finden. Gerade in Frankreich genießt der Stürmer noch einen glänzenden Ruf. Beim Zweitligisten Grenoble Foot spielte er anderthalb herausragende Jahre, traf elfmal in der Saison 2023/2024 und zehnmal in 18 Partien in der Vorrunde 2024/2025.

Durch den vorerst geplatzten Transfer sind Schalke bei Verpflichtungen weiter die Hände gebunden - Wunschkandidaten gibt es, beispielsweise Tymoteusz Puchacz, Linksverteidiger vom Zweitliga-Rivalen Holstein Kiel, den Trainer Muslic aus gemeinsamen Monaten in Plymouth kennt. Doch für die Abgangskandidaten Moussa Sylla, Taylan Bulut, Henning Matriciani, Bryan Lasme, Ibrahima Cissé und Anton Donkor liegen keine konkreten Angebote auf den Tisch, über lose telefonische Anfragen ging es bisher nicht hinaus.