Ein Training vor 1200 Zuschauern? Das dürfte Hasan Kurucay in seiner Karriere noch nicht erlebt haben – bis zum Mittwochmittag. Da trainierte der 27 Jahre alte Innenverteidiger erstmals öffentlich bei seinem neuen Klub FC Schalke 04. Der ablösefreie Transfer kam für viele Beobachter aus dem Nichts. Der ehemalige türkische U21-Nationalspieler war zuletzt einige Wochen vereinslos, spielte in der Vorsaison für OH Leuven in Belgiens erster Liga, zuvor eineinhalb Jahre für Eintracht Braunschweig in der 2. Bundesliga.

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Nach nur zwei Trainingseinheiten mit den Gelsenkirchenern wird Kurucay zum Zweitliga-Auftakt am Freitag gegen Hertha BSC (20.30 Uhr/Sky und Sat1) noch nicht im Aufgebot stehen, wie Trainer Miron Muslic erklärt. Bis zum Debüt wird es noch einige Wochen dauern.
Dennoch schwärmt der Coach vom neuen Innenverteidiger. „Er ist genau der Neuzugang, der zu unserem Anforderungsprofil und in unser Schema passt“, sagt Muslic, der speziell den Charakter und die Einstellung des Neuzugangs hervorhebt. Muslic weiter: „Hasan ist ein sehr aggressiver Verteidiger, der sich wohlfühlt, wenn er nach vorn verteidigen und in Zweikämpfe gehen kann. Genau das brauchen wir für unser Spiel.“
Schalke: Timo Becker lobt Hasan Kurucay
Dass Kurucay als Rechtsfuß künftig erste Wahl auf der Position des linken Innenverteidigers sein soll, ist zwar auf den ersten Blick ungewöhnlich, Muslic sieht aber auch darin etwas Positives. So schwärmt er vom veränderten Winkel im Spielaufbau durch Kurucay auf der linken Position in der Dreierkette.
Auch Vize-Kapitän Timo Becker, der rechts in der Dreierkette gesetzt ist, spielt diese Thematik herunter. „In der heutigen Zeit sind wir technisch alle so gut, dass man auch mit Rechts und Links den Ball spielen kann“, sagt er. Becker könne sich an mehrere Duelle mit Holstein Kiel gegen Eintracht Braunschweig erinnern, in denen Kurucay als linker Innenverteidiger gespielt habe. „Und er hat es solide gemacht. Hasan ist ein super Verteidiger, der viel über Mentalität kommt und alles reinhaut.“
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Zudem – so erklärt es Timo Becker – haben Innenverteidiger im System von Trainer Miron Muslic eher weniger Aufgaben mit dem Ball. „Unser Spielstil ist recht einfach gehalten, da wird nicht viel von Innenverteidigern verlangt“, sagt er. „Es erwartet also niemand, dass er mit Links sieben Spieler ausdribbelt und dann eine Flanke schlägt.“






