Als Nikola Katic (28) während des Testspiels gegen den FC Sevilla (2:4) kurz vor der Halbzeitpause zum zweiten Mal innerhalb von wenigen Minuten zu Boden ging, wurde es in der Gelsenkirchener Arena still. Ausgerechnet der hochgelobte Abwehrchef des FC Schalke 04 musste das Feld verletzungsbedingt verlassen.

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Grund dafür war ein Zusammenprall mit seinem Gegenspieler nach einer Schalker Ecke. Die erste Diagnose: Gehirnerschütterung. „Es war ein Duell Kopf an Kopf“, beschreibt Trainer Miron Muslic die Szene. „Nikola war danach einige Minuten nicht mehr aufnahmefähig. Da haben wir kein Risiko genommen – die Gesundheit des Spielers geht vor.“ Am Sonntag folgten weitere Untersuchungen beim bosnischen Nationalspieler.

firo :  26.07.2025
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Mit Brummschädel musste Nikola Katic während des Testspiels von Schalke 04 gegen den FC Sevilla ausgewechselt werden. © Ralf Ibing /firo Sportphoto | Ralf Ibing

Mittlerweile ist der Check abgeschlossen und endet im kollektiven Aufatmen: Nach Informationen dieser Redaktion hat sich der Verdacht auf Gehirnerschütterung nicht bestätigt. Katic ist inzwischen symptomfrei, die Kopfschmerzen, mit denen er gegen Sevilla ausgewechselt worden war, sind abgeklungen. So dürfte einem Einsatz im Liga-Auftaktspiel gegen Hertha BSC am Freitag (20.30 Uhr/Sky und Sat.1) nichts im Wege stehen.

Schalke: Auch Timo Becker muss angeschlagen raus

Katics Nebenmann Timo Becker musste gegen Sevilla mit einer Knöchelverletzung angeschlagen ausgewechselt werden. Schon in der ersten Halbzeit humpelte der Vize-Kapitän zeitweise, nach der Pause musste er dann raus. Auch diese Verletzung soll nicht allzu schlimm sein. „Das war nur ein Schlag auf den Knöchel – das verkraftet Timo schon“, sagt Muslic, der für das Hertha-Spiel fest mit Becker plant.

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Wieder zum Kader sollen am Freitag auch die beiden Abwehr-Talente Vitalie Becker und Mertcan Ayhan zählen. Beide fielen kurz vor dem Sevilla-Spiel kurzfristig aus – laut Muslic seien das aber eher Vorsichtsmaßnahmen gewesen. „Vitalie und Mertcan sind super Jungs, die aber beide eine Verletzungshistorie haben“, so der Trainer. „Beide haben eine überragende Vorbereitung gespielt, aber ich glaube, dass sie uns nächste Woche wieder 100-prozentig zur Verfügung stehen werden.“

Für das Hertha-Spiel wäre die Rückkehr der beiden Talente enorm wichtig – schließlich sind sie beide Startelf-Kandidaten. In den zurückliegenden Testspielen war der 20 Jahre alte Becker als linker Schienenspieler gesetzt, Mertcan Ayhan hatte zuletzt als linker Innenverteidiger die Nase vor Felipe Sanchez. Für die beiden Knappenschmiede-Eigengewächse wäre es das erste Zweiligaspiel überhaupt.