Levan Kenia wohnt mit seiner Frau und drei Kindern unweit der Veltins-Arena in Gelsenkirchen-Buer. Der 31-Jährige ist spielender Co-Trainer des KFC Uerdingen, Tabellenschlusslicht der Regionalliga West. Seine Zeit in Deutschland begann jedoch im Sommer 2008 als 17-jähriges Supertalent beim FC Schalke 04. Mehrere Sprunggelenks-Operationen und andere Verletzungen sorgten dafür, dass der offensive Mittelfeldspieler auf Schalke in vier Jahren nur 14 Pflichtspiele (ein Tor, drei Vorlagen) und überhaupt in seiner Karriere wenige Begegnungen absolvieren konnte. Im Sommer 2020 beendet er seine Laufbahn.

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Im Interview mit RevierSport erinnert sich der ehemalige georgische Nationalspieler an seinen Beginn auf Schalke. "Für mich war der Wechsel etwas ganz, ganz Großes. Schalke ist nicht nur national, sondern international ein großer Fußballklub. Jeder, der sich für den Sport interessiert, kennt Schalke. In Deutschland angekommen war alles neu für mich. Ich habe mich aber schnell wohlgefühlt."
Kenia: Es gab immer viel Druck auf Schalke
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Doch dann begann schon früh die Verletzungs-Misere. "Es war eine verdammt harte Zeit für mich - vor allem als so junger Kerl hat es psychisch auch bei mir Spuren hinterlassen. Leider wurde ich nie so richtig fit und habe deshalb nur 14 Spiele für Schalke bestritten." Ganz unschuldig an der geringen Zahl aus Sicht von Kenia ist aber auch Schalke nicht. "Heute muss ich leider sagen, dass mir niemand auf Schalke geholfen hat. Es war immer Druck da, ich musste schnell fit werden. Ich habe diese ganzen Verletzungen und Operationen nie zu 100 Prozent auskuriert, deshalb habe ich mich auch immer wieder verletzt. Ich weiß nicht, ob auch die Leute damals auf Schalke unerfahren waren oder warum sie solche Entscheidungen getroffen haben."
Levan Kenia wohnt keine fünf Minuten von der Arena auf Schalke entfernt. Ein Ausblick, der ständig auch Erinnerungen wachruft. Kenia: "Es gibt bessere, aber auch schlechtere Tage. Ich bin ehrlich: Manchmal bin ich sehr traurig, wenn ich auf die Arena blicke. Denn ich weiß, dass ich ein großes Talent war, das viel zu wenig im Fußball, vor allem auf Schalke gezeigt und erreicht hat. Aber manchmal ist das im Leben so. Ich bin manchmal traurig, aber gehe nicht kaputt. Dafür sorgt schon meine Familie." Nach seiner Schalke-Zeit spielte Kenia unter anderem noch für Fortuna Düsseldorf und Slavia Prag.
Hier geht es zum großen Reviersport-Interview mit Levan Kenia





