Vom Status her sind sie die wichtigsten Spieler im Kader. In der BVB-Vorbereitung auf die neue Saison spielen sie auf dem Platz trotzdem noch keine Rolle: Nico Schlotterbeck und Emre Can.

Die beiden Kapitäne, die aller Voraussicht nach auch offiziell in ihren Ämtern bestätigt werden, fallen längerfristig aus. Can erholt sich noch von seinem Kreuzbandriss aus dem Frühjahr. Schlotterbeck zog sich seine Verletzung am Sprunggelenk beim zweiten WM-Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen die Elfenbeinküste (2:1) zu.

BVB-Star Schlotterbeck fehlt zum Saisonstart

Wie die „Sportbild“ berichtete, schickten die BVB-Bosse den auch mental angeschlagenen Nationalspieler zuletzt auf die spanische Insel Ibiza. Gemeinsam mit einem Athletiktrainer des Klubs absolvierte Schlotterbeck dort demnach ein individuelles Programm. Ein Comeback zum Saisonstart gilt inzwischen nicht mehr nur als gefährdet, sondern als unrealistisch. Als möglicher Termin für die Rückkehr kursierte zuletzt die Länderspielpause Ende September, Anfang Oktober.

Borussia Dortmund - Bayern München
Der Moment der Verletzung: Nico Schlotterbeck tröstet Emre Can, der sich gerade einen Kreuzbandriss zugezogen hat.© David Inderlied/dpa | David Inderlied

Sportdirektor Ole Book hielt sich mit Prognosen auf Nachfrage jedoch spürbar zurück. „Selbst für sehr erfahrene Mediziner und unsere Rehatrainer ist es sehr schwierig, in die Zukunft zu schauen. Ich sehe die beiden jeden Tag voll motiviert in der Reha. Sie bringen sich als Führungsspieler auch in die Gemeinschaft ein.“ Wann genau die beiden wieder auf dem Platz stehen, könne aber niemand sagen. „Und ich ganz sicher nicht.“ Wie sind die Aussagen zu interpretieren?

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Der Klub wird den beiden Profis natürlich keinen Druck machen und ihnen, wie schon bei den vergangenen Verletzungen, als Can und Schlotterbeck ihre Reha ebenfalls gemeinsam durchliefen, alle Zeit der Welt geben. Nach einem baldigen Comeback sieht es bei den beiden Innenverteidigern trotzdem nicht aus.

Weniger Grund zur Sorge gibt es dagegen offenbar bei Carney Chukwuemeka. Der Mittelfeldspieler hatte sich in Japan zwar am Knie verletzt, doch Book gab grundsätzlich Entwarnung: Um eine ernstere Blessur handele es sich wohl nicht. Auch bei Joane Gadou, der das Training vorzeitig abbrechen musste, dürfte es sich lediglich um ein Unwohlsein gehandelt haben.