Unter den etablierten Profis von Borussia Dortmund hat Felix Nmecha in der vergangenen Saison zweifellos den größten Satz in seiner Entwicklung gemacht. Früher einmal nannten viele den Mittelfeldspieler, der aktuell mit der BVB-Mannschaft zu Marketingzwecken in Japan weilt, überteuert und verletzungsanfällig. Heute, nach einer starken, teils überragenden Saison 2025/26, wird ihm Potenzial für die Weltklasse nachgesagt.
Inzwischen hat Nmecha, der beim enttäuschenden WM-Abschneiden der deutschen Nationalmannschaft zu den wenigen Lichtblicken zählte, einen ganz anderen Status als noch vor zwei Jahren. Er ist Anführer und – seit der Vertragsverlängerung im März – Spitzenverdiener seiner Mannschaft. „Ich will sehr viel Verantwortung in der Mannschaft übernehmen“, sagte der 25-Jährige selbstbewusst im Gespräch mit Sky. Er wolle auch in Zukunft „ein wichtiger Spieler sein“ und sich „Schritt für Schritt weiterentwickeln“.

BVB-Star Nmecha wünscht sich Killerinstinkt
Doch nicht nur sich selbst nimmt Nmecha in die Pflicht, auch seine Mannschaft habe noch reichlich Luft nach oben. „Generell müssen wir im Spiel einfach ein bisschen mehr Killer werden. Wir müssen wichtige Spiele töten und nicht wieder so viele Unentschieden spielen wie letzte Saison“, forderte der Nationalspieler von seinen Mitspielern. „Das wird einen riesigen Unterschied machen.“
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Tatsächlich brockte sich der BVB in der vergangenen Saison immer wieder ärgerliche Punktverluste durch fehlenden Killerinstinkt ein. „Wenn man sich die Spiele der vergangenen Saison anguckt“, resümiert Nmecha, „haben wir fast gar nicht verloren – gegen Bayern und, ich glaube, zwei andere Spiele. Aber die vielen Unentschieden haben uns bei den Punkten nicht gutgetan. Wenn wir das in dieser Saison besser machen, haben wir eine sehr gute Chance.“ Offensiv müsse man „den Schlüssel finden und hoffentlich mehr Tore machen“.
Nmecha will noch mehr gewinnen
Einer, der dabei helfen soll, den Tor-Schlüssel zu finden, ist Konstantinos Karetsas. Die Dortmunder machen den griechischen Offensivspieler, der für eine Ablösesumme von bis zu 32 Millionen Euro vom KRC Genk aus Belgien kommen soll, zum teuersten Zugang ihrer Klubgeschichte. Folgen soll noch eine weitere Verstärkung für die Offensive – idealerweise der Kölner Said El Mala. Mit den Neuen soll Schwung kommen in das zuletzt oft statische Angriffsspiel.
Schlagen die Neuzugänge um Karetsas ein, wäre das ein wichtiger Baustein für eine BVB-Saison, die die Anhängerschaft deutlich zufriedener stimmt als die vergangene. Nmecha wird dabei eine Schlüsselrolle zukommen. „In jedem Pokal und auch in der Saison muss das Ziel sein, zu gewinnen. Ich weiß für mich selbst und auch als Mannschaft, dass wir nicht einfach nur da sind, um mitzuspielen“, kündigte der neue BVB-Leader an.





