Manchester oder Mailand, Hauptsache auswärts. Wer Borussia Dortmund in dieser Saison nah und fern begleiten wollte, brauchte auch diesmal viel Ausdauer und ein gut gefülltes (Freie-Tage-)Konto. Addiert man sämtliche BVB-Fahrten der abgelaufenen Spielzeit, ergibt sich tatsächlich eine Luftlinie von insgesamt rund 8.120 Reisekilometern – in 24 Auswärtsspielen. Im Schnitt mussten die Anhänger pro Auswärtspartie also 338 Kilometer zurücklegen.
Die Gesamtdistanz entspricht beinahe der Strecke von Dortmund bis nach Peking – gefühlt einer Reise um die halbe Welt. Tatsächlich entsprechen die 8.120 Kilometer fast einem Viertel des Erdumfangs, etwa neun Stunden Flugzeit ohne Zwischenlandung oder rund 100 Stunden Autofahrt ohne längere Pausen. Eine ziemlich beeindruckende Zahl für nur eine Saison, trotz eines frühen Ausscheidens in der Champions League.
Keine gute Bilanz in der Champions League
Im Vergleich zur vergangenen Saison gab es für die schwarzgelben Anhänger immerhin deutlich mehr auf dem fremden Platz zu feiern: Die Auswärtstabelle schloss die Mannschaft von Niko Kovac nach dem finalen 2:0-Sieg bei Werder Bremen auf dem zweiten Platz ab. Aus 17 Bundesliga-Spielen gewann Dortmund neun und verlor nur dreimal: beim FC Bayern (1:2), der TSG Hoffenheim (1:2) und Borussia Mönchengladbach (0:1) im Saisonendspurt, als bereits alles ziemlich klar war. Vor einem Jahr landeten die Dortmunder in dieser Statistik nur auf dem neunten Rang. International allerdings setzte es diesmal teils empfindliche Niederlagen.
| Auswärtsfahrten (2025) | Entfernung vom Signal-Iduna-Park in km (Luftlinie) |
|---|---|
| Rot-Weiss Essen (1. Pokalrunde) | 32 |
| FC St. Pauli | 290 |
| 1. FC Heidenheim | 368 |
| Juventus Turin (Champions League) | 685 |
| FSV Mainz 05 | 177 |
| FC Bayern München | 471 |
| FC Kopenhagen (Champions League) | 577 |
| Eintracht Frankfurt (2. Pokalrunde) | 226 |
| FC Augsburg | 427 |
| Manchester City (Champions League) | 719 |
| Hamburger SV | 285 |
| Bayer Leverkusen | 61 |
| SC Freiburg | 386 |
Nach den bitteren Pleiten in der Vorrunde bei Manchester City (1:4) und den Tottenham Hotspur (0:2) fand die internationale Saison ihren unrühmlichen Höhepunkt schließlich in der 1:4-Klatsche bei Atalanta Bergamo. Die Niederlage besiegelte nicht nur das Aus in der Champions League, sondern machte auch eine ohnehin von zahlreichen Begleiterscheinungen geprägte Reise endgültig zu einem Abend, der vielen Dortmunder Fans vor allem negativ in Erinnerung bleiben dürfte. Nicht zuletzt wegen der verhängten Ausreiseverbote und der angespannten Atmosphäre rund um die Partie.
Auch die Bundesliga-Auswärtsfahrten summierten sich im Verlauf der Saison zu einem beachtlichen Kilometerkonto. Woche für Woche quer durchs Land, und nicht selten verbunden mit nächtlichen Rückfahrten über volle Autobahnen oder in überfüllten Zügen – für viele Fans gehört das selbstverständlich zum Fußballleben dazu.
| Auswärtsfahrten (2026) | Entfernung vom Signal-Iduna-Park in km (Luftlinie) |
|---|---|
| Eintracht Frankfurt | 226 |
| Tottenham Hotspur (Champions League) | 520 |
| 1. FC Union Berlin | 430 |
| VfL Wolfsburg | 253 |
| RB Leipzig | 340 |
| Atalanta Bergamo (Champions League) | 663 |
| 1. FC Köln | 74 |
| VfB Stuttgart | 326 |
| TSG 1899 Hoffenheim | 271 |
| Borussia Mönchengladbach | 82 |
| SV Werder Bremen | 199 |
Laut „diefalsche9.de“ verzeichnete Borussia Dortmund mit durchschnittlich 5.353 Fans den siebthöchsten Auswärtsfahrerschnitt der Saison in Deutschland. Angeführt wird die Tabelle ausgerechnet vom Erzrivalen FC Schalke 04 aus der zweiten Liga. Wobei der Vergleich nur bedingt fair ist: Der Signal Iduna Park verfügt als größtes Stadion der Bundesliga naturgemäß auch über den größten Gästeblock – was die Zahlen bei den anderen Vereinen entsprechend nach oben treibt.
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Und zumindest ein kleiner Trost wartet bereits auf die kommende Spielzeit: Mit der Rückkehr des Revierderbys gegen Schalke steht wieder eine kurze Auswärtsfahrt im Kalender, die sich viele Fans wohl schon jetzt rot markiert haben dürften.






