Mit dem 4:2 gegen den VfB Stuttgart machte der FC Bayern München die 35. deutsche Meisterschaft klar und rühmt sich für die damit einhergehenden Rekorde. Mit der Würdigung eines vermeintlichen Rekords von Luis Díaz haben sich die Münchener allerdings komplett vertan – und das hat die Medienabteilung von Borussia Dortmund auf den Plan gerufen.
Was war passiert? Am Montagabend postete der FCB auf seinem englischsprachigen X-Kanal ein Bild mit Díaz und dessen beeindruckender Bundesliga-Statistik: 15 Tore und 13 Vorlagen. Dazu schreibt Bayerns Medienabteilung (übersetzt): „Der erste Spieler überhaupt mit 13+ Toren und 13+ Vorlagen in einer Bundesligasaison… und sie ist noch nicht vorbei.“

BVB entlarvt falschen Díaz-Rekord
„Moment mal“, dachte sich da wohl jemand beim BVB. Das ist so nämlich nicht richtig: Einem gewissen Jadon Sancho gelang dieses Kunststück bereits in der Saison 2019/20. Der Engländer erzielte seinerzeit sogar ganze 17 Tore und 16 Vorlagen. Also baute die Dortmunder Medienabteilung auf ihrem englischsprachigen X-Kanal eine ähnliche Fotomontage – nur eben mit Sancho und dessen damaliger Statistik. Damit antwortete sie auf den verunglückten und inzwischen gelöschten Bayern-Post, versehen mit den Worten: „I‘m extremely confused“ – „ich bin äußerst verwirrt“.
"I'm extremely confused." https://t.co/AldOv3rAq7 pic.twitter.com/n4fgyeBYJJ
— Borussia Dortmund (@BlackYellow) April 21, 2026
Der Rivale aus dem Süden der Republik wird den Fauxpas seiner Medienabteilung angesichts der beeindruckenden Saison verschmerzen können. Auch in Dortmund dürfte jeder die Überlegenheit der Bayern in dieser Spielzeit klaglos anerkennen. Wenn der FCB allerdings fälschlicherweise den Rekord eines Ex-Dortmunders dem eigenen Spieler zuschreibt, braucht sich an der Säbener Straße niemand über eine Reaktion aus Dortmund zu wundern. Übertrumpft wird Díaz übrigens auch noch von einem anderen Ex-Borussen: In der Saison 2013/14 kam Marco Reus auf 16 Tore und 14 Vorlagen.
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Abzuwarten bleibt, ob Díaz noch an Reus und Sancho vorbeiziehen kann. Vier Bundesligaspiele bleiben dem 29 Jahre alten Kolumbianer dafür. Ob Rekord oder nicht: Seine Saison ist und bleibt herausragend.






