Es sind die Wochen der Entscheidungen bei Borussia Dortmund. Nicht in der Meisterschaft, die hat sich der FC Bayern München schon vier Spieltage vor dem Saisonfinale gesichert. Für den BVB geht es nur noch um die Sicherung der Vizemeisterschaft, ein nach der 1:2-Niederlage gegen die TSG Hoffenheim von Sport-Geschäftsführer Lars Ricken eindrücklich unterstrichenes Ziel.
Nein, Entscheidungen gibt es im Kader: Julian Brandt und Niklas Süle verlassen die Dortmunder, Felix Nmecha verlängerte vorzeitig, der Poker um Nico Schlotterbeck endete vorerst mit der Verlängerung bis 2031, beinhaltet aber Aufreger-Potenzial mit der inkludierten Ausstiegsklausel ab dem Sommer.
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Und Karim Adeyemi? Der Vertrag des Flügelspielers läuft noch bis 2027, zuletzt war es um die Verhandlungen mit dem 24-Jährigem ruhiger geworden. Ein schlechtes Zeichen? Wie diese Redaktion schon berichtete, ist man beim BVB weit entfernt von Hysterie. Es seien vertrauensvolle Gespräche, aus denen nicht viel nach außen dringe, erklärte BVB-Boss Lars Ricken, noch nach dem Spiel in Stuttgart. „Dadurch kommt es vielleicht auch mal zu Falschmeldungen wie bei Nico (Schlotterbeck, Anm. d. Red.), sodass man sich gedrängt fühlt, etwas geradezurücken.“ Zur Situation bei Adeyemi fügte er hinzu: „Da muss es nicht morgen die Entscheidung geben.“

In einem Twitch-Livestream äußerte sich nun Rapperin Loredana, Ehefrau von Adeyemi und bestätigte, dass es Angebote für den Fußballer gegeben habe: „Er hatte viele Möglichkeiten, zu wechseln. Aber Karim ist einfach ein loyaler Mensch.“ Dass die Ruhrgebietsstadt nicht unbedingt das bevorzugte Wohngebiet der gebürtigen Schweizerin ist, machte sie zwar deutlich, allerdings spiele das für die Planungen keine Rolle: „Dortmund ist nicht die schönste Stadt, da müssen wir jetzt niemanden anlügen und sagen, es ist mega hier zu leben. Klar, es gibt schönere Orte. Aber für mich spielt das gar keine Rolle. Wichtig ist doch, dass der Verein dich unterstützt und der Trainer hinter dir steht. Und bis jetzt hat eigentlich alles gut geklappt. Er sagt immer: Wenn ich irgendwann von Dortmund gehe, dann mit Dankbarkeit. Er will das Gefühl haben, dass er wirklich alles für diese Mannschaft gegeben hat“, sagte sie.
Marco Reus als großes BVB-Idol
Ganz so, wie sein großes Vorbild: „Ich glaube, sein Idol ist auch Marco Reus. Wenn man sieht, was Marco bei Dortmund gemacht hat, kann man das total verstehen. Er ist eine Legende“, sagte Loredana.
Zuletzt musste Adeyemi vermehrt auf der Bank Platz nehmen, Trainer Niko Kovac beorderte den Angreifer nur noch selten in die Startelf. Die Folgen machten auch beim seinem Marktwert bemerkbar: Laut Transfermarkt.de sank dieser zuletzt von 60 auf 50 Millionen Euro. Zur sportlichen Lage ihres Mannes sagte Loredana: „Klar, viele sagen manchmal, dass er nicht mehr so oft in der Startelf steht. Aber da müssen wir jetzt durch. Auch wenn Dinge im ersten Moment negativ wirken oder vielleicht unverdient erscheinen, ist es am Ende oft für etwas gut. Egal, was passiert – es wird dir helfen.“





