Spiele gegen Bayer Leverkusen sind für Julian Brandt noch stets etwas Besonderes. Sein letztes Duell mit Borussia Dortmund gegen seinen ehemaligen Klub endete für ihn und sein Team allerdings ziemlich enttäuschend – mit einer 0:1-Niederlage, Pfiffen gegen Nico Schlotterbeck und sehr unzufriedenen Zuschauern. Für Brandt bedeuten die 90 Minuten im schwarz-gelben Trikot mehr als nur ein weiteres verloren gegangenes Spiel – in einer Saison, deren Endspurt tabellarisch weitgehend entschieden scheint.

Es markierte vielmehr ein weiteres Kapitel seines bald endenden Engagements beim BVB. Nach sieben Jahren hatten Verein und Spieler vor wenigen Wochen, beim Spiel gegen den 1. FC Köln, offiziell gemacht, dass der Vertrag des 29-Jährigen im Sommer nicht verlängert wird – eine Trennung, die im gegenseitigen Einvernehmen beschlossen worden sein soll.

„Ich schließe gar nichts aus“

Brandt zeigte sich nach Leverkusen angesprochen auf seine Zukunft gewohnt locker. „Mir macht es grundsätzlich Spaß, diesen Beruf auszuüben, solange ich fit bin“, erklärte der Mittelfeldspieler bei Sky. Mit einem für ihn typischen Hauch von Pragmatismus fügte er hinzu: „Am Ende geht im Leben irgendwann alles einmal zu Ende.“ Wehmut dagegen komme aktuell noch nicht wirklich auf. „So sentimental bin ich gar nicht“, meinte er.

Wohin wird es ihn denn ziehen? Europäisches Ausland, Bundesliga oder ein transkontinentales Abenteuer – die Türen stehen dem 29-Jährigen offen. Brandt macht keinen Hehl daraus: „Grundsätzlich schließe ich gar nichts aus“, sagte er, „aber es gibt schon Dinge, die ich bevorzuge, und es gibt Dinge, die ich mir zum jetzigen Zeitpunkt eher nicht vorstellen kann.“

Weitere News und Infos zum BVB

Es gibt offensichtlich „ein, zwei Gedanken“, die ihn bereits beschäftigen. Trotzdem will Brandt nichts überstürzen. Vielmehr ist ihm wichtig, die Dinge Schritt für Schritt anzugehen. Der klare Plan: Erst das Kapitel Borussia Dortmund ordnungsgemäß abschließen und anschließend mit frischer Energie in ein neues Abenteuer starten. Eine Tour von Verein zu Verein werde es während der Saison nicht geben. „Alles der Reihe nach“, betonte Brandt. „Lass dich überraschen“, meinte er zum Reporter und grinste.