An sein erstes Pflichtspieltor im Seniorenbereich wird sich Mathis Albert mit Sicherheit noch lange erinnern. Auch, weil es für das Nachwuchs-Juwel von Borussia Dortmund ein ziemlich schmerzhaftes gewesen sein dürfte. Beim Heimspiel der BVB-U23 gegen Fortuna Köln war der 16 Jahre alte US-Amerikaner zur richtigen Zeit zur Stelle: Den Torschuss von Mannschaftskollege Ayman Azhil konnte Fortuna-Keeper Jannick Theißen noch parieren. Verteidiger David Haider allerdings schoss, bei seinem Versuch zu klären, dem heraneilenden Mathis Albert genau ins Gesicht. Von dort sprang der Ball ins Kölner Tor.

Der Schmerz durfte beim anschließenden Jubel schnell vergessen gewesen sein. Für Albert, der schon mehrmals von BVB-Trainer Niko Kovac in den Profikader berufen wurde, war es das erste Tor für das Regionalliga-Team der Dortmunder. Damit steht der BVB, der in der vergangenen Saison aus der 3. Liga abgestiegen war, auf dem fünften Tabellenplatz. Und das, obwohl die Dortmunder das Heimspiel gegen die Fortuna ab der 21. Minute in Unterzahl bestreiten mussten: Nach einer Notbremse von Elias Benkara spielten die Hausherren nur noch zu zehnt.

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BVB-Trainer Kovac sieht „rosige Zukunft“ für Talente

Teenager Albert spielt seit dem Jahreswechsel für die Dortmunder U23. Zuvor war der Stürmer für die U19 des BVB aufgelaufen. Verpflichtet hatte der Bundesligist das Nachwuchstalent 2024, das bis dahin in Los Angeles bei LA Galaxy spielte und dort sogar einen Homegrown Contract vorliegen hatte. Einen besonderen Vertrag, der es MLS-Klubs erlaubt, ihre Toptalente direkt aus der eigenen Akademie in den Profikader zu befördern. Weil sein Vater beruflich umzog, landete er beim BVB – und begeistert seitdem. Schon beim Testspiel gegen die Sportfreunde Siegen traf der Youngster, nun folgte sein erstes Pflichtspieltor.

Auch Profi-Trainer Niko Kovac ist auf die Qualität von Albert und auch den restlichen BVB-Talenten wie Samuele Inacio und Luca Reggiani aufmerksam geworden: „Die Jungs müssen Minuten bekommen, sie müssen spielen. Den BVB hat über Jahre ausgezeichnet, junge Spieler nach oben zu führen. Das ist auch jetzt unser Ziel. Aber auch da sage ich: Das muss Schritt für Schritt gehen. Wir dürfen nichts übers Knie brechen. Die Entwicklung, die da ist, muss stetig da sein. Dann wird es die Zukunft zeigen. Wenn sie so weitermachen, wird sie sicher sehr rosig.“