Mit Stress können sie umgehen, bei Borussia Dortmund. Über eine Stunde länger brauchte der BVB-Bus bei der Anreise zum Signal Iduna Park, der Anpfiff im Champions-League-Playoff-Hinspiel gegen Atalanta Bergamo verzögerte sich um 15 Minuten. Gerade einmal zehn Minuten blieben den Dortmunder Profis, um sich auf die Partie vorzubereiten. Auch für die erfahrenen Profis wie Julian Brandt eine ungewohnte Situation: „Es war ein komischer Tag für uns. Wir sind sehr spät angekommen, im Stadion. Ich glaube sogar, dass der Stress uns gut getan hat. Wir waren relativ scharf und machen das in der Situation gut.“ Gemeint ist das schnelle Tor zur 1:0-Führung. Schon in der dritten Spielminute konnte Serhou Guirassy den Ball per Kopf ins Tor lenken - nach guter Vorarbeit von Julian Ryerson: „Julian hat momentan ein ganz feines Füßchen und Serhou ist jetzt nach ein paar Wochen so, wie wir ihn eigentlich in Erinnerung hatten. Bei hohen Bällen zeigt er seine absolute Qualität.“
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Die BVB-Mannschaft schaffte es, den Stress der Anreise in Energie umzuwandeln. „Das sollte aber nicht die Norm werden“, sagte Brandt mit einem Augenzwinkern. Es läuft aktuell rund, beim BVB. „Es ist eine Phase, in der sehr viele Dinge funktionieren. Wir haben sehr viele zu-Null-Spiele gehabt, wir haben auch Spiele gehabt, wo wir Spiele hatten, wo wir zwei, drei Tore kassiert haben, was definitiv zu viel war“, sagt Mittelfeldmann Brandt. Die Partie gegen Atalanta endete dank eines weiteren Treffers durch Maximilian Beier mit 2:0 (2:0).
„Sensationell gemacht“: Brandt mit besonderem Lob für Anton
Vor der Partie sorgte die Ausfallliste der Borussia für Stirnrunzeln: Der nächste Engpass in der Abwehr bahnte sich an. Neben Emre Can mussten auch Niklas Süle und Nico Schlotterbeck verletzungsbedingt passen. Dafür rutschte das erste 18-jährige Nachwuchstalent Luca Reggiani in die Startelf. „In dem Alter, mit wenig Trainingseinheiten mit uns, finde ich, hat er ein gutes Spiel gemacht. Er hat sich da jetzt keine Unsauberheit anmerken lassen. Er hat jetzt nichts Besonderes gemacht, was gut ist in dem Alter weil er jetzt versuchen sollte reinzukommen, sich ein gutes Gefühl zu holen. Wir werden ihn brauchen , weil so schnell kommen die Verteidiger nicht zurück“, war Brandt zufrieden mit dem Startelfdebüt des Italieners.
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Ein besonderes Lob verdiente sich aber ein anderer Mitspieler: „Waldemar Anton hat ein fantastisches Spiel gemacht. Es ist nicht immer ganz so einfach. Emre (Can) ist als erstes ausgefallen, Schlotti gesperrt, konnte nicht spielen. Niki (Süle) ist jetzt ausgefallen. Es sind immer wieder neue Partner gewesen. Waldi hat das sensationell gemacht.“ Nicht nur in der Champions League, wo in der kommenden Woche das Rückspiel in Bergamo ansteht (Mittwoch, 18.45 Uhr), auch in der Bundesliga warten mit RB Leipzig (Samstag, 18.30 Uhr) und dem Heimspiel gegen Bayern München (28. Februar, 18.30 Uhr) richtungsweisende Duelle. „So wie wir gerade drauf sind, habe ich ein gutes Gefühl. (...) Und dann werden wir mit Sicherheit auch in zwei Wochen ein schönes Bundesligaspiel hier Zuhause haben“, blickt Julian Brandt auf das Duell gegen den Rekordmeister aus München.





