Borussia Dortmund steuert auf einen vergleichweise ruhigen Transfer-Winter zu. „Es wird vielleicht ein, zwei Kaderbewegungen geben, aber jetzt nichts Wahnsinniges“, hatte Sportdirektor Sebastian Kehl nach dem 2:0-Sieg gegen Borussia Mönchengladbach bereits verlauten lassen. Einen Abgang von Fabio Silva schloss der Kaderplaner nach Gerüchten in den vergangenen Tagen aus (Diese Redaktion berichtete). Und auch ein weiterer Profi bekommt vorerst ein Wechsel-Verbot: Innenverteidiger-Talent Filippo Mane.
Filippo Mane soll eine Abwehr-Alternative werden
„Filippo war heute sehr nah dran, wieder zu spielen“, sagte Kehl. „Daher ist es im Moment nicht der Plan, ihn abzugeben. Das habe ich mit ihm besprochen.“ Der 20-jährige Italiener spielte in der Hinrunde bei den Profis kaum eine Rolle und fand sich nach drei Einsätzen zu Saisonbeginn nur noch in der Regionalliga-Mannschaft wieder.

In den vergangenen Monaten gehörte Mane nicht einmal mehr zum festen Kreis des Profitrainings, sondern sammelte neun Einsätze in der vierten Liga unter U23-Trainer Daniel Rios. In der Zwischenzeit lieh der BVB Aaron Anselmino vom FC Chelsea aus, und die Konkurrenz mit Waldemar Anton, Ramy Bensebaini, Emre Can, Nico Schlotterbeck und Niklas Süle war groß. Dennoch will der BVB den mit der Perspektive unzufriedenen Mane vorerst nicht abgeben. „Dass die Jungs einen anderen Anspruch haben, kann ich nachvollziehen. Aber so nah dran zu sein, ist auch eine große Chance“, meinte Kehl.
Leihe bei Mane ist gegen Ende Januar dennoch denkbar
Mane soll mit ins Trainingslager nach Marbella (Spanien) reisen, da die Abwehr-Sorgen zu Beginn des neuen Jahres anhalten könnten. Anton und Anselmino fehlten bereits im Weihnachtsfinale gegen Gladbach, Bensebaini wird womöglich bis Mitte Januar beim Afrika Cup weilen. „Der Januar wird lang. Wir werden viele Spiele haben und sicherlich keine frühzeitigen Entscheidungen treffen, die uns im Endeffekt auf die Füße fallen können“, sagte Kehl und dürfte dabei vor allem die Situation in der Innenverteidigung gemeint haben.

Am Ende der Transferperiode könnte es deshalb noch einmal neue Entwicklungen bei Mane geben, sobald die etablierten Spieler zurück sind. Eine Leihe könnte die Karriere des 20-Jährigen ankurbeln. Beim Bundesliga-Debüt am ersten Spieltag gegen den FC St. Pauli hatte er die Rote Karte gesehen und war danach außen vor.
Weitere News und Infos zum BVB
Neben Mane stehen zwei weitere Talente vor dem Absprung im Winter: Julien Duranville, der gegen Mönchengladbach erneut nicht im Kader war, und Cole Campbell wollen den Klub aufgrund mangelnder Profiperspektive verlassen. Während beim US-Talent Campbell ein dauerhafter Transfer im Raum steht, scheint bei Duranville eine zeitnahe Leihe das realistischste Szenario.





