Am Samstagabend traf die Schweiz in Genf in der WM-Qualifikation auf Schweden. Es war auch das Duell von Gregor Kobel (27) und Daniel Svensson (23) – Mannschaftskollegen bei Borussia Dortmund. Während für die Schweden der WM-Zug (ein Punkt aus fünf Gruppenspielen) längst abgefahren ist, steht Nati-Keeper Kobel kurz davor, sich mit den Eidgenossen zu qualifizieren.
Das Team von Trainer Murat Yakin blieb mit dem 4:1 (1:1)-Sieg in der Gruppe B weiter ungeschlagen und steht vor dem letzten Spieltag weiter drei Punkte vor dem Kosovo. Vor dem letzten der sechs Quali-Gruppenspielen der Schweiz gegen Kosovo am Dienstag (20.45) hat die Schweiz 13 Punkte (Kosovo zehn) auf dem Konto. Wegen des besseren Torverhältnisses könnte die Schweiz sich eine Niederlage mit fünf Toren Differenz erlauben und könnte das WM-Ticket buchen.

Gegen Schweden brachte der ehemalige Schalker und Gladbacher Breel Embolo die Schweiz in Führung (12.) und holte auch den fragwürdigen Elfmeter raus, den Rekordnationalspieler Granit Xhaka sicher verwandelte (60.). Dan Ndoye sorgte für die Entscheidung (75.), Benjamin Nygren hatte zwischenzeitlich ausgeglichen (33.). Den Schlusspunkt setzte der Freiburger Johan Manzambi (90.+4). Für den Kosovo traf beim 2:0 (1:0)-Sieg gegen Slowenien der Hoffenheimer Fisnik Asllani (6.) zur Führung. Sloweniens Petar Stojanovic sah Gelb-Rot (53.), dabei wurde er erst zur Pause eingewechselt. Ein Eigentor brachte die Entscheidung.
BVB-Profi Ryerson mit Norwegen qualifiziert
Bereits am Donnerstagabend machte mit Julian Ryerson (27) ein anderer Dortmunder die Qualifikation für die Endrunde mehr oder weniger klar. Beim 4:1-Sieg seiner Norweger gegen Estland steuerte der Außenverteidiger zwei Vorlagen bei. In der 52. Spielminute landete seine eine halbhohe Halbfeldflanke auf dem Kopf des Ex-Leipzigers Alexander Sörloth (29) der zum 2:0 einnickte.
Nur vier Minuten später kam Ryerson rechts im estnischen Strafraum an den Ball, setzte dann zu einem erfolgreichen Dribbling an. Wieder legte er den Ball gefühlvoll in die Mitte, diese Flanke fand den Kopf von Erling Haaland. Der 25 Jahre alte Superstar von Manchester City sprang wieder einmal höher als alle anderen und erhöhte per Kopf auf 3:0.

Aus norwegischer Sicht war es ein Spiel der Doppelpacks: Zwei Tore Sörloth, zwei Tore Haaland, zwei Vorlagen Ryerson – ein Dreierpack an Matchwinnern also. Die Norweger wussten genau, bei welchen Spielern sie sich für den klaren Sieg gegen die über weite Strecken harmlosen Esten bedanken konnten.
Perfekt machten die Norweger ihre erste WM-Teilnahme seit 28 Jahren dann am Sonntag in Mailand. Mit einem Doppelpack besiegelte Haaland beim 4:1 (0:1) in Mailand Norwegens fünften WM-Start und schickte Italien damit in die Play-offs. Die Mannschaft von Gennaro Gattuso muss nun im März um ein Ticket für das Turnier in Kanada, Mexiko und den USA kämpfen, um erstmals seit 2014 wieder an einer Endrunde teilzunehmen.
Italien hätte Fußballwunder benötigt: Haaland stellt Lewandowski-Rekord ein
Mit dem komfortablen Vorsprung von drei Punkten und 17 Toren trat Norwegen im Mailänder San Siro an. Für Italien war somit ein Fußball-Wunder nötig, doch „9:0 zu gewinnen, ist unmöglich“, hatte Gattuso bereits im Vorfeld prophezeit.

Italien begann energisch und dominant. Die frühe Führung durch Pio Esposito (11.) und der zunächst passive Auftritt Norwegens sorgten für eine euphorische Atmosphäre. Doch Leipzigs Antonio Nusa (63.) glich aus, Haaland (78./79.) und Jörgen Strand Larsen (90.+3) sorgten für ein bitteres Ende aus italienischer Sicht. Haaland stellte mit 16 Treffern aus zehn Spielen in der WM-Qualifikation den Torrekord von Robert Lewandowski (2016/17) ein.
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Haaland und Ryerson stehen somit nun vor ihrer ersten WM-Teilnahme. Bei der Borussia werden sie hoffen, dass das dem Dauerbrenner Ryerson, der zuletzt wie die gesamte BVB-Mannschaft nach dem herbstlichen Pflichtspielmarathon einen kleinen Durchhänger hatte, neuen Schub verleiht. Weitere seiner Vorlagen können sie schließlich auch in Dortmund sehr gut gebrauchen.





