Die Vertragsverlängerung von Nico Schlotterbeck bei Borussia Dortmund zieht sich weiter hin. Der Verein möchte den 25-jährigen Verteidiger unbedingt halten. Interessenten gibt es jedoch sowohl innerhalb als auch außerhalb der Bundesliga – unter anderem den FC Bayern München. Dessen Innenverteidiger Dayot Upamecano könnte den Klub im kommenden Sommer ablösefrei verlassen. Upamecano spielt in München an der Seite von Jonathan Tah, der sich nun zur Situation um Schlotterbeck geäußert hat.

Tah bot sich bei einer Pressekonferenz vor dem Länderspiel gegen Luxemburg seinem DFB-Kollegen Schlotterbeck als „Berater“ an. „Wenn er einen Ratschlag braucht oder mit mir sprechen möchte, dann kann er das gerne tun. Ich bin da“, sagte der Profi des FC Bayern am Mittwoch im Quartier der Nationalmannschaft und schmunzelte.

Jonathan Tah spricht auf einer Pressekonferenz über DFB-Kollegen Nico Schlotterbeck.
Jonathan Tah spricht auf einer Pressekonferenz über DFB-Kollegen Nico Schlotterbeck.© Julian Stratenschulte/dpa | Julian Stratenschulte

Jonathan Tah über DFB-Kollegen Schlotterbeck: „Das ist eine spannende Situation für Nico“

Schlotterbeck steht beim BVB noch bis 2027 unter Vertrag. „Das ist eine spannende Situation für Nico“, sagte Tah und ergänzte: „Er ist ein überragender Spieler, der immer an sich arbeitet und besser werden will. Es ist gerade eine entscheidende Phase in seiner Karriere. Ich wünsche ihm, dass er für sich die richtige Entscheidung trifft – ihm stehen viele Türen offen.“

Für Aufsehen sorgte am Dienstag ein Bericht der Bild-Zeitung: Demnach habe Schlotterbeck spätestens nach den letzten Spielen erkannt, dass Dortmund derzeit kein Titelteam sei. Außerdem soll er die Art und Weise kritisieren, wie unter Trainer Niko Kovač Fußball gespielt wird. Das sorgte für Irritationen im Klub, wie diese Redaktion enthüllte.

Schlotterbeck wird gegen Luxemburg aussetzen müssen

Ob Schlotterbeck seinen Vertrag verlängert oder nicht, ist offen. Sicher ist jedoch, dass er im Länderspiel gegen Luxemburg fehlen wird. „Angesichts der Tatsache, dass er bisher noch gar nicht auf dem Platz stand, können wir mit Hoffnung auf die Slowakei blicken“, sagte DFB-Sprecherin Franziska Wülle. Die Partie gegen die Slowakei findet am Montag statt.

Der Dortmunder hatte am Samstag im Bundesliga-Spiel beim Hamburger SV einen Schlag auf den Fuß bekommen. Die Wunde musste getackert werden. Wegen dieser Verletzung konnte der Verteidiger bislang nicht am Training der Nationalmannschaft teilnehmen. „Das ist über Nacht ziemlich dick geworden“, sagte Bundestrainer Julian Nagelsmann zu Wochenbeginn. „Ich habe nur ein Bild vom Fuß gesehen – das sieht ehrlich gesagt nicht überragend gut aus“, fügte der 38-Jährige an.