„Daniel Düsentrieb“, „fleißige Biene“, „ein Vollblutprofi“: BVB-Trainer Niko Kovac gehen die Begriffe für Daniel Svensson nicht aus. Von Pressekonferenz zu Pressekonferenz findet er neue Attribute, um sein „Duracell-Häschen“, der nächste Kosename, aus Schweden zu beschreiben. Ein Sechstel der Saison ist absolviert, folgende Statistik ist daher ligaweit kein Zufall mehr: Borussia Dortmund hat einen skandinavischen Marathon-Mann auf der linken Seite.
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Svensson verpasste in dieser Spielzeit keine Einsatzminute für den BVB, er spulte unter allen Profis gleichzeitig die meisten Kilometer ab. Genau 75 Kilometer lief der Schwede in den ersten sechs Partien. Das macht einen Schnitt von 12,5 Kilometern pro Spiel – und das trotz der doppelten Champions-League-Belastung. Doch nicht nur das: Mit deutlichem Abstand führt er zugleich die Statistik der intensiven Läufe an (546). Dahinter folgt Mathias Pereira Lage mit 527.

So ist es kein Zufall, dass der Linksverteidiger zuletzt zwei Treffer erzielte, indem er am zweiten Pfosten durchgelaufen war und dort eine Hereingabe verwertete. So traf Svensson zum 1:0 gegen Mainz 05 sowie zum 1:0 in der Champions League gegen Athletic Bilbao.
BVB-Trainer Kovac über Svensson: „Eine fleißige Biene“
„Der zweite Pfosten muss zugemacht werden, das ist sehr wichtig“, erklärte Kovac zuletzt. Der Trainer meinte: „Wenn der Ball am ersten Pfosten nicht verwertet werden kann, muss hinten einer die Tür zumachen. Das macht er. Er ist ja so laufstark, ihm macht es nichts aus, das pro Halbzeit zehnmal zu machen, aber nur einmal den Ball zu kriegen. Daniel ist eine fleißige Biene, einer, der alles für die Mannschaft gibt. Es freut mich, dass er so eine Entwicklung in so kurzer Zeit genommen hat.“
Der schwedische Nationalspieler, der am Freitag auf die Schweiz und Montag auf Kosovo trifft, fühle sich „zu Hause“ in Dortmund, sagt er. Und auch die Spitznamen kann er vertragen. Nach seinem Tor gegen Bilbao wurde er auf die Comicfigur Daniel Düsentrieb angesprochen, der im schwedischen Oppfinnar-Jocke genannt wird. „Klingt doch gut“, meinte der Schwede, der ein Freund kurzer Antworten ist. Lange Strecken legt er lieber auf dem Platz zurück.





