Am Ende entschied sich der sogenannte Deadline Day bei Borussia Dortmund innerhalb von wenigen Minuten. Erst schrieb Transfer-Guru Fabrizio Romano auf X, das die Leihe von Jadon Sancho zu Aston Villa vor dem Abschluss stehe. Und praktisch zeitgleich meinte BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl im Sky-Interview: „Ich kann den Wunsch vieler Menschen verstehen, aber Jadon Sancho wird nicht zu Borussia Dortmund wechseln.“
Die Sehnsucht nach Sancho, 25, ist noch immer groß in Dortmund. Hier schaffte er einst den Sprung in die Weltklasse und verzückte die Fans regelmäßig. Als seine Karriere am Boden war, kehrte er noch einmal zurück und stand mit dem BVB im Champions-League-Finale. Ein drittes Intermezzo aber wird es nicht geben.
BVB: Sebastian Kehl erklärt Gespräche mit Sancho-Seite
„Die Wertschätung für Jadon Sancho ist in diesem Klub sehr groß. Ich habe das Thema immer wieder gehabt. Trotzdem müssen wir am Ende abwägen, vor allem innerhalb unserer wirtschaftlichen Möglichkeiten bleiben. Wir können keine extrem verrückten Dinge machen. Wir haben in unserem Kader auch nicht so viele Spieler abgegeben“, erklärte Kehl. „Natürlich ist Jadon immer ein Thema, weil man sich kennt, schätzt und immer wieder Austausch hat mit den Beratern. Dann diskutiert man mal die Themen. Es war aber nie so, wie es außen kommuniziert wurde.“

In den vergangenen Tagen hatte das Thema insofern noch einmal Fahrt aufgenommen, weil Sancho kurz vor Ende der Transferfrist noch ohne Klub dastand, denn bei Manchester United spielte der Offensivkünstler längst keine Rolle mehr. Absagen etwa für die AS Rom waren daraufhin so interpretiert worden, dass Sancho auf ein BVB-Comeback spekuliere. Einzelne Medien hatten zudem berichtet, Sancho würde dafür sogar auf Geld verzichten. Zur Wahrheit gehört aber auch: Selbst in diesem Fall wäre das Gehalt, was derzeit bei bis zu 20 Millionen Euro liegen soll, für Dortmund nicht zu stemmen gewesen.
BVB sucht anderes Profil
Ein Profil wie das von Sancho sei auch nicht gesucht worden, so Kehl. Man wollte lieber das Zentrum stärken. „Wir haben Duranville, den man nicht vergessen sollte. Wir haben Cole Campbell, der einen richtigen Schritt nach vorne gemacht haben. Das reine Winger-Profil, das Borussia Dortmund immer wieder ausgezeichnet hat, haben wir so nicht gesucht“, sagte der Sportdirektor.



