Während die Profis von Borussia Dortmund im Trainingslager im österreichischen Saalfelden wieder trainieren, läuft im Hintergrund weiter der Feinschliff am Kader für die anstehende Bundesliga-Saison. Es tut sich langsam was in Sachen Transfers. Viel zu vermelden gab es zuletzt ja nicht, bei den Abgangskandidaten Giovanni Reyna und Cole Campbell hatte es keine entscheidenden Fortschritte gegeben und bei den möglichen Zugängen drehte man sich im Kreis: Facundo Buonanotte steht auf der Wunschliste, der Poker um eine erneute Beschäftigung von Carney Chukwuemeka zwischen dem FC Chelsea und BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl ist zäh, schreitet aber voran. Im Raum steht nun eine feste Verpflichtung.
BVB: Fabio Silva ist ein klassischer Stürmer
Nun könnte noch einmal eine überraschende Wendung in die Transferbemühungen kommen. Denn nun ist bekannt: Der BVB will Stürmer Fabio Silva vom englischen Premier-League-Klub Wolverhampton Wanderers verpflichten. Ein Angebot an den 23-Jährigen sollen die Dortmunder schon vorgelegt haben, wie „Sky“ und der belgische Journalist Sacha Tavolieri zuerst einstimmig vermeldeten. Im Gespräch sei ein Fünfjahresvertrag. Der Marktwert des Stürmers liegt bei 20 Millionen Euro, allerdings steht er auf der Insel nur noch ein Jahr unter Vertrag, was ihn günstiger machen könnte.

Wie heiß ist Silva? Auch die AS Roma und RB Leipzig sollen den Portugiesen auf der Liste haben. Dem BVB wurde bereits zu Beginn des Sommers Interesse an Silva nachgesagt, damals allerdings nur ein loses. Etwas überraschend ist dieses aber nun erneut aufgeflammt, der Stürmer habe Interesse signalisiert, ins Ruhrgebiet zu wechseln.
Eigentlich suchen die BVB-Bosse um Geschäftsführer Lars Ricken und Sportdirektor Sebastian Kehl einen flexibleren Spieler für die Offensive, der vor allem hinter den Spitzen und auf den Flügeln spielen kann. Silva ist eher der Typ Vollblutstürmer mit seinen 1,85 Metern. Mit 23 Jahren ist er allerdings noch entwicklungsfähig, könnte sofort weiterhelfen und zumindest in der Theorie auch auf weitere Positionen ausweichen – das passt grundsätzlich ins Profil.
BVB-Flirt Fabio Silva spielte zuletzt in Spanien
In der abgelaufenen Saison spielte Silva in La Liga auf Gran Canaria für Las Palmas, erzielte zehn Treffer in 25 Spielen. Was bedeutet das Interesse nun für Sébastien Haller? Der Rückkehrer von seiner Leihe zum FC Utrecht sollte unter Trainer Niko Kovac eine Chance bekommen, sich als Back-up für den Angriff zu empfehlen. Der BVB plant allerdings aufgrund seines hohen Gehalts (rund 9 Millionen Euro pro Jahr) weiterhin einen Verkauf, wie diese Redaktion mehrfach berichtete. Aktuell fehlt Haller aus gesundheitlichen Gründen im Trainingslager in Saalfelden, soll aber nachreisen. Klar ist: Durch einen Transfer von Silva würde er in die Hierarchie weiter zurückfallen und für Borussia wäre es noch wichtiger, das Budget freizuräumen.



