Zusammenfassung

  • Borussia Dortmund beendet nach fünf Jahren die Partnerschaft mit 1&1
  • Mit dem neuen bis 2030 gültigen Vodafone-Vertrag kassiert der BVB 150 bis 180 Millionen Euro
  • Auch Evonik verlängert seine Partnerschaft mit dem Klub, allerdings nicht als Trikotsponsor

Nachrichten sprechen sich schnell herum, und im Falle von Borussia Dortmund bieten BVB-News besonderes Potenzial an Spannung: Weil am vergangenen Donnerstag ein Foto aus dem Westfalenstadion im Internet kursierte, bei dem auf einer LED-Tafel „Welcome! Vodafone“ zu sehen war, waren BVB-Fans in heller Aufruhr, ihr Verein habe einen neuen Hauptsponsor gefunden. Nun ist der Deal tatsächlich perfekt: Der Klub hat mit Vodafone einen bis 2030 gültigen Vertrag abgeschlossen. Zudem teilte der BVB am Montag mit, dass die Zusammenarbeit mit 1&1 zum 30. Juni dieses Jahres endet.

Um 11.30 Uhr sagte Hans-Joachim Watzke gestern folgenden Satz in die Kamera: „BVB Trikot mit Vodafone Sponsor kommt hart Brudi.“ Der 65-jährige Geschäftsführer lachte sich anschließend kaputt, denn solche Worte würden sonst nie über seine Lippen kommen. Doch auch sein Geschäftsführer-Kollege Carsten Cramer sowie zwei Vertreter von Vodafone machten es ihm nach, lasen weitere bunt ausgewählten Internet-Kommentare vor. Die Bosse hatten nach harten Verhandlungen offensichtlich gut lachen.

Vodafone zahlt dem BVB nach Informationen dieser Redaktion für fünf Jahre eine hohe Summe: zwischen 150 und 180 Millionen Euro. „Der BVB hat in den vergangenen zehn Jahren immer in der Champions League gespielt, Vodafone verkörpert in seinem Metier seit jeher Königsklassen-Niveau. Dass wir in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten einen solch renommierten Partner für einen gemeinsamen Weg begeistern konnten, erfüllt uns mit viel Freude“, sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. 

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Am Samstagmittag hatte der BVB bereits bekannt gegeben, dass der Vertrag mit Evonik verlängert wurde. Evonik werde nach 20 Jahren als Trikotsponsor nun Champions Partner und mit seinem Logo nicht mehr auf dem Trikot des BVB auftauchen. Zuletzt war dies ohnehin nur noch in der Champions League der Fall. Im neuen Deal, der auf fünf Jahre ausgelegt ist, wollen der BVB und Evonik vor allem bei den Themen Nachhaltigkeit und Gesundheit zusammenarbeiten.

BVB-Hauptsponsor: Vodafone zu Gast in Dortmund

Die Ruhrnachrichten hatten das Foto, das von borussianews0.9 am Donnerstag unter anderem bei Instagram verbreitet wurde, aufgegriffen und vom Besuch einer Vodafone-Delegation in Dortmund berichtet. Besagter Schriftzug wechselte sich – LED eben – aber auch mit Hinweisen auf die Handwerksmesse Herocom 2025 ab. Tatsächlich begrüßt der BVB immer wieder potenzielle Werbepartner auf diese Weise, um ihnen einen Vorgeschmack zu geben, wie die Zusammenarbeit aussehen könnte. Deshalb eine großflächige Werbe-Vorschau, die die Unternehmen beeindrucken soll.

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Dies war nun auch bei Vodafone der Fall. Die britische Mutter zierte in der Vergangenheit bereits die Trikotbrust von Manchester United, der deutsche Ableger löst nun 1&1 beim BVB ab. Seit 2020/21 war der Branchenkonkurrent von Vodafone Hauptsponsor. Laut RN hat 1&1 eine Frist für eine vorzeitige Einigung auf weitere Zusammenarbeit verstreichen lassen – zu einem Zeitpunkt, als noch nicht klar war, ob der BVB auch in der kommenden Saison wieder in der Champions League spielen würde. Neben Vodafone soll auch noch ein Unternehmen aus der Tourismusbranche im Rennen gewesen sein.

1&1 und Evonik brachten dem BVB 30 Millionen Euro pro Jahr ein

Bisher fuhr Borussia Dortmund eine Kombi-Taktik: 1&1 war der Trikotsponsor in der Bundesliga, der Chemiekonzern Evonik in der Champions League und im DFB-Pokal. Zusammen brachte das rund 30 Millionen Euro pro Jahr ein.

Screenshot von Footy Headlines von einem BVB-Trikot mit Vodafone auf der Brust.
Screenshot von Footy Headlines von einem BVB-Trikot mit Vodafone auf der Brust.

Bereits bei der Klub-WM im Sommer in den USA wird der BVB mit Vodafone-Trikots auflaufen. Im Vorfeld der Bekanntgabe waren bereits erste Infos über den neuen Sponsor durchgesickert – und bei den Fans Diskussionen über die rote Färbung des Vodafone-Logos entbrannt. Diese Sorge war aber offenbar unbegründet, das Logo wird fortan in Schwarz aufs Trikot gedruckt. Die Macher des Portals Footy Headlines hatte die Spekulation um den neuen Hauptsponsor bereits veranlasst, sich Gedanken um das neue BVB-Trikot zu machen und eine Version mit Vodafone auf der Brust zu präsentieren.